heise.de http://www.heise.de/ IT NEWS de Nintendo kündigt Handheldkonsole 3DS an ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Nintendo-kuendigt-Handheldkonsole-3DS-an-961085.html/from/rss09 Nintendo einen Nachfolger seiner 2004 eingeführten Handheldkonsole DS angekündigt. Das Gerät wurde auf den vorläufigen Namen 3DS getauft und soll im kommenden Geschäftsjahr, das am 31. März 2011 endet, auf den Markt kommen. Die 3DS-Konsole soll 3D-Spiele ohne Brille ermöglichen. Ein mögliches Prinzip dazu ist bereits vom DSiWare-Spiel 3D Hidden Picture bekannt, das bislang nur in Japan erschienen ist. Es generiert einen verblüffenden Pseudo-3D-Effekt, indem es die Kopfbewegungen des Spielers mit der eingebauten Kamera beobachtet und die Perspektive des Bildes automatisch anpasst. Der 3D-Effekt arbeitet ohne Stereoskopie und entsteht, sobald man den Kopf oder die Handheld-Konsole bewegt. Laut Nintendo soll die 3DS die bisherigen DS-Konsolen ablösen und sie nicht wie die DS Light, DSi und DSi XL ergänzen. Trotzdem soll die 3DS zu den DS-Systemen abwärtskompatibel bleiben. Genauere Details zur Hardware will Nintendo auf der Spielemesse E3 bekannt geben, die am 15. Juni in den USA startet. ]]> Europarat befasst sich mit Cloud Computing und Cybercrime ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Europarat-befasst-sich-mit-Cloud-Computing-und-Cybercrime-961081.html/from/rss09 CoE) zusätzliche internationale Standards für den Zugriff der Strafverfolger und für den Datenschutz notwendig. Diesen Schluss ziehen sie in verschiedenen Beiträgen zum alljährlichen Cybercrime-Kongress in Straßburg. Dort befassen sich Vertreter von Mitgliedsländern und Nicht-Mitgliedsländern ab heute drei Tage lang mit Themen rund um Cyberkriminaltiät, Cybersecurity und Datenschutz. Auf der Vorschlagsliste der Experten stehen unter anderem Regeln für die Zusammenarbeit zwischen Cloud-Providern und Strafverfolgungsbehörden. Der Idee, Verantwortung an die Internet Service Provider "auszuleihen", stehen viele Beobachter allerdings skeptisch gegenüber. Beim Datenschutz bedürfe es global anerkannter Standards, damit in der Cloud umhervagabundierende private Daten überall ein Minimum an Schutz genießen. Fragen zum Zugriff auf Daten außerhalb eigener nationaler Grenzen sind nicht neu. Einige Antworten auf sie gibt bereits die Cybercrime-Konvention aus dem Jahr 2001. Bei manchen schwierigen Fragen konnten sich die Vertragspartner damals allerdings nicht einigen. Weil Datenverkehr und Datenhäfen globaler werden, wächst das Problem der Ermittler. Die Cybercrime-Konvention sieht zwar vor, dass sich die Strafverfolger Daten aus einer fremden Jurisdiktion bedienen, wenn sie ihnen "freiwillig" übergeben werden. Was aber gilt, wenn ein ausländischer Cloud-Provider die Zusammenarbeit verweigert, lässt die Konvention offen. Manche Regierung, etwa die USA, hält die Datenbeschaffung im Ausland auch ohne Zustimmung für möglich. Weitere offene Fragen sind unter anderem, ob ein Cloud-Provider überhaupt berechtigt ist, Kundendaten freiwillig an fremde Strafverfolger weiterzugeben. Ein erster möglicher Schritt könnte nach Ansicht der Experten sein, dass Kunden ein solches Recht vorab in einer Vertragsklausel einräumt, wie sie etwa Google in seiner Datenschutzerklärung vorsieht. Allerdings könnten nationale Datenschutzgesetze die Weitergabe über Landesgrenzen verbieten. Auch bei den datenschutzrechtlichen Maßnahmen halten die Europaratsexperten Nachbesserungen für angebracht. Der Europarat ist nicht nur Hüter für die effektive Strafverfolgung, sondern auch für die dem einfachen Zugriff nicht selten entgegenstehenden Grundrechte auf Datenschutz und Privatheit. Wie man Sicherheit und gleichzeitig auch Privatheit im Netz schützen kann, ist heute Thema der Eröffnungsdiskussionsrunde in Straßburg. Globale Mindeststandards fordern auch die Datenschützer seit vielen Jahren. Der Europarat erarbeitet aktuell eine neue Empfehlung zum Profiling und Datamining. (Monika Ermert) / ]]> Tablet-Computer mit Infrastruktur für Verlage ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Tablet-Computer-mit-Infrastruktur-fuer-Verlage-961008.html/from/rss09 Linux-Support à la carte ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Linux-Support-a-la-carte-960772.html/from/rss09 Linux Support Card bietet die Credativ GmbH ab sofort in Deutschland, Großbritannien, Kanada und den USA fallbasierten Linux-Support für Debian und CentOS ohne Vertragsbindung. Der Support gilt für alle Server und Desktop im Unternehmen und erfolgt per E-Mail, Telefon und Remote-Zugriff. Die Zahl der benötigten Supporteinheiten – eine Supporteinheit entspricht 15 Minuten – lässt sich an den Bedarf des Unternehmens anpassen, was wie bei einer Prepaid-Karte eine strikte Kostenkontrolle erlaubt. Der Preis der Karten beginnt bei 40 Supporteinheiten für 890 Euro. Michael Amstadt von Credativ hebt hervor, dass die Support Cards anders als Support-Verträge wie ein Produkt gekauft und auch von Resellern, OEM-Anbietern und Dienstleistern verkauft werden können. Credativ garantiere acht Stunden Reaktionszeit. Anrufe würden nicht über ein Callcenter, sondern über eigene Linux-Spezialisten verteilt. Zudem habe Credativ viele eigene Linux-Entwickler unter Vertrag, die für qualifizierten Support sorgen könnten. ]]> Verbraucherzentrale sammelt Beschwerden gegen unerwünschte Telefonwerbung ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherzentrale-sammelt-Beschwerden-gegen-unerwuenschte-Telefonwerbung-961002.html/from/rss09 Verbraucherzentrale Niedersachsen ein. Um Lücken im gesetzlichen Schutz vor Telefonwerbung zu dokumentieren, möchte sie mit Hilfe der Angerufenen Beweise sammeln. "Sie brauchen dazu nur die unerlaubten Anrufe zu dokumentieren und ein Online-Formular auszufüllen", teilte eine Sprecherin in Hannover mit. Vom Gesetzgeber fordert sie, dass am Telefon abgeschlossene Verträge nur gültig werden, wenn der Kunde sie schriftlich bestätigt. Seit August 2009 müssen Firmen, die zu Werbezwecken Verbraucher ohne ihre ausdrückliche Einwilligung anrufen, mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen. (dpa) / ]]> Firefox 3.6.2 schließt schwerwiegende Sicherheitslücke ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Firefox-3-6-2-schliesst-schwerwiegende-Sicherheitsluecke-961024.html/from/rss09 Version 3.6.2 ihres Open-Source-Webbrowsers Firefox herausgebracht. Firefox 3.6.2 schließt laut den Entwicklern neben anderen Lecks vor allem eine schwerwiegende Lücke, die seit Februar bekannt war, zu der Details aber erst seit Kurzem verfügbar sind. Die Entwickler hatten die neue Firefox-Version zwar erst für den 30. März angekündigt, sie aber nun doch schneller fertiggestellt – unter anderem, weil der Sicherheitsdienstleister Secunia die Lücke als hochkritisch eingestuft hat. Die Lücke erlaubte Angreifern aus der Ferne, die Kontrolle über einen PC zu bekommen. Bekannt wurde die Sicherheitslücke, als der russische Sicherheitsdienstleister Intevydis seinen Kunden einen Windows-Exploit dafür zur Verfügung stellte. Intevydis verhält sich gegenüber Herstellern, in deren Produkten sie Sicherheitslücken entdecken, wenig auskunftsfreudig, und verkauft sein Wissen. Der Entdecker Evgeny Legerov hatte mit seinem Fund zunächst angegeben, ohne Details zu nennen, später aber die Mozilla-Entwickler kontaktiert. Versionen vor Firefox 3.6 waren von dem Problem nicht betroffen. Die Lücke hatte das vom BSI betriebene Bürger-CERT aber dazu veranlasst, eine Warnung herauszugeben: Bis zum Erscheinen von Firefox 3..6.2 solle man lieber "alternative Browser" einsetzen. Diese Warnung löste aber unter Sicherheitsexperten auch Befremden aus – siehe dazu den Kommentar auf heise Security: "Sicherheit nach Behördenart". Die Mozilla-Entwickler empfehlen, möglichst schnell auf die neue Firefox-Version umzusteigen. Firefox 3.6.2 wird über die Update-Funktion des Webbrowsers verteilt und steht zum Download in diversen Landessprachen (darunter in Deutsch) für Windows, Mac OS X und Linux bereit. Siehe dazu auch:Firefox im heise Software-Verzeichnis ]]> Google eskaliert Zensur-Streit mit Peking ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-eskaliert-Zensur-Streit-mit-Peking-960989.html/from/rss09 Google hat im Streit mit der Regierung in Peking seine Drohung wahrgemacht und bietet für China eine Suchmaschine ohne Zensur an. Wer die Dienste Google Search, News und Images auf google.cn besucht, wird seit Montag auf die Version für Hongkong umgeleitet, in deren in chinesisch gehaltenen Ergebnissen politisch heikle Treffer nicht herausgefiltert werden. Google eskaliert damit den Zensur-Streit mit Peking und muss damit rechnen, den Zugang zum lukrativen chinesischen Markt zu verlieren. Die chinesische Regierung reagierte empört auf die Entscheidung. Google habe "seine schriftlich gegebenen Zusagen" nicht eingehalten, die es bei seinem Eintritt in den chinesischen Markt abgegeben habe, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstagmorgen (Ortszeit) einen für das Internet zuständigen Behördenvertreter. "Das ist vollkommen falsch", fügte der namentlich nicht genannte Sprecher hinzu. Die chinesische Regierung stelle sich der Politisierung wirtschaftlicher Angelegenheiten durch Google und falschen Anschuldigungen entgegen. Der US-Konzern hatte im Januar nach einem breitangelegten Hacker-Angriff angekündigt, Pekings Zensur-Anforderungen nicht mehr befolgen zu wollen und notfalls auch einen Rückzug aus China in Kauf zu nehmen. Die kommunistische Regierung verlangt von westlichen Internet-Unternehmen, dass sie zum Beispiel Informationen über Tibet oder die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 herausfiltern. Die chinesische Regierung hatte unmissverständlich gewarnt, dass Google mit Konsequenzen rechnen müsse, falls der Konzern auf die vorgeschriebene Zensur verzichtet. Vertreter der chinesischen Regierung hatten laut Xinhua am 29. Januar und am 25. Februar mit Google verhandelt. Sie hätten dabei ausgedrückt, dass China Google willkommen heiße, wenn sich das Unternehmen an die Gesetze halte. Das Reich der Mitte strebe ein offenes Internet an und lade zu dieser Entwicklung ausländische Unternehmen ein. In der Volksrepublik China gibt es bis auf die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao keinen freien Zugang zum Internet. Google betrachte die Umleitung in die ehemalige britische Kolonie als völlig legale Lösung, betonte Chefjustiziar David Drummond in einem Blog-Eintrag am Montag. Google hoffe, dass Chinas Regierung den Schritt respektieren werde. "Obwohl wir uns bewusst sind, dass sie den Zugang zu unseren Diensten jederzeit blockieren kann", schrieb Drummond. In den Gesprächen habe die chinesische Regierung deutlich gemacht, dass die Selbstzensur nicht verhandelbar sei. Google hatte seine Haltung zu der von Peking verordneten Zensur nach dem Hackerangriff auf seinen E-Mail-Dienst GMail Ende vergangenen Jahres überdacht. Die Attacke sei nach China zurückverfolgt worden, hatte es geheißen. Das Unternehmen beharrt nun auf seinem neuen Kurs, weltweit entschiedener gegen Zensur vorgehen zu wollen. Google wolle andere Aktivitäten in China wie sein Forschungszentrum weiterbetreiben, schrieb Drummond. Schon in den vergangenen Wochen waren aus dem Unternehmen jedoch Zweifel laut geworden, ob die chinesischen Behörden das zulassen werden. Drummond machte in seinem Weblog-Eintrag deutlich, dass die Entscheidungen über das Engagement seines Unternehmens im Reich der Mitte in den USA gefällt wurde und dass kein chinesischer Mitarbeiter dafür verantwortlich gemacht werden könne. Die Google-Aktie wechselte mit der Ankündigung von Gewinnen in die Verlustzone und verlor zum Handelsschluss in New York 0,45 Prozent auf 557,50 Dollar. Das Papier des Konkurrenten Microsoft ging hingegen zeitgleich auf Erholungskurs. Der Redmonder Konzern könnte mit seiner Suchmaschine Bing von der Entwicklung profitieren. Allerdings hat Bing heute erst weniger als ein Prozent Anteil am chinesischen Markt. Der Name ist auch unglücklich gewählt, da das Wort "Bing" im Chinesischen mit Krankheit übersetzt wird. So wechselte Microsoft in China zu "Bi Ying", was "antworten müssen" bedeutet. Google hat der Zensur auch grundsätzlich den Kampf angesagt, weil es eine wachsende Gefahr sei. In nur acht Jahren ist die Zahl der Regierungen, die routinemäßig das Internet zensieren, von einer Handvoll auf mehr als 40 angestiegen. Mehr als 25 Länder haben auch Google-Dienste geblockt. Das Google-Videoportal YouTube, Online-Netzwerke wie Facebook und Twitter, Dienste wie Blogger und Wikipedia sind in China ständig gesperrt. Auch Länder wie Iran, Pakistan, Saudi-Arabien, Pakistan, Thailand, Türkei, Indonesien oder Syrien sperren solche Dienste. Trotzdem zählten bei den Protesten im Juni im Iran YouTube und Twitter zu den besten Quellen für Berichte aus erster Hand. Nachdem Google seine Suchergebnisse in China nicht mehr filtert, ist damit zu rechnen, dass die Angebote des US-Unternehmen dort blockiert werden. Welche seiner Dienste von der Volksrepublik aus erreichbar sind, dokumentiert Google auf einer eigenen Website. Demnach waren zuletzt die Angebote YouTube, Sites und Blogger komplett gesperrt. ]]> US-Start-ups wollen Tante-Emma-Läden ins Netz bringen ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Start-ups-wollen-Tante-Emma-Laeden-ins-Netz-bringen-960933.html/from/rss09 berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Dabei wollen sie insbesondere Lokalzeitungen helfen, Minikunden zu erreichen. "Es gibt sehr viel Overhead bei der Betreuung von Werbetreibenden mit geringen Budgets", sagt Roger Lee, operativer Leiter bei PaperG, einem Start-up, das bereits bekannte Titel wie "Boston Globe", "Houston Chronicle" und "Newsday" vertritt. So fehle lokal ausgerichteten Firmen oft schlicht das Geld, um eine Werbeagentur mit dem Design einer Anzeige zu beauftragen. Eine Zeitung könne es sich wiederum nur dann leisten, solche Services anzubieten, wenn ein Werbeetat eine bestimmte Größe überschreite. PaperG testet deshalb gerade eine Software namens "PlaceLocal", die automatisch Anzeigen für regionale Unternehmen anhand eines Suchmaschinen-Algorithmus erstellt. Das System entnimmt grundlegende Informationen wie die Adresse einer Firma, die Telefonnummer und die Öffnungszeiten aus dem Web. Selbst wenn ein Unternehmen keine Homepage hat, lassen sich doch oft Dienste wie Yelp oder Google Maps nutzen, um an diese Daten zu gelangen. Das System nutzt anschließend semantische Analysemethoden, um Fotos und positive Bewertungen von Kunden zu finden und baut daraus dann automatisch eine bunte Anzeige im Flash-Format. Der potenzielle Werbetreibende oder ein Vertriebsmitarbeiter der Zeitung kann die Anzeige nötigenfalls mit wenigen Mausklicks anpassen. Mehr zum Thema in Technology Review online:Lokale Werbung 2.0 (Ben Schwan) / ]]> Regelbetrieb für Polizei-Digitalfunk geht offiziell an Alcatel-Lucent ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Regelbetrieb-fuer-Polizei-Digitalfunk-geht-offiziell-an-Alcatel-Lucent-960914.html/from/rss09 berichtet wurde, ist nun offiziell: Der Netzausrüster Alcatel-Lucent hat offiziell den Zuschlag für den Regelbetrieb des Polizei-Digitalfunks in Deutschland erhalten. Wie die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) mitteilt, wurde der Vertrag jetzt unterzeichnet. Bis 2012 soll das gemeinsame Funknetz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste "überwiegend" in ganz Deutschland funktionieren, heißt es ergänzend aus dem Bundesinnenministerium. Die Kosten allein für das vom Bund getragene Rumpfnetz sollen 3,5 Milliarden Euro in den nächsten 10 Jahren betragen. Hinzu kommen die Kosten der einzelnen Bundesländer für den Netzaufbau, die Leitstellen und die Ausrüstung mit Funkgeräten. Im Vollausbau wird das deutsche Digitalfunknetz weltweit das größte Netz sein, das auf Basis des TETRA-Standards operiert. Ursprünglich sollte das Netz zur Fußball-WM 2006 in den Wirkbetrieb gehen. Kritiker bemängeln den schleppenden Netzaufbau in einigen Bundesländern. Auch sei der TETRA-Standard veraltet und biete zu wenig Bandbreite für die Datenübertragung. TETRA-Befürworter verweisen auf TEDS (TETRA Enhanced Data Services), ein Software-Update für moderne Basisstationen und Leitstellen, mit dem die Datenübertragungskapazität um den Faktor 8 gesteigert werden könne. Dieses Update ist allerdings nicht in der aktuellen Preiskalkulation des Funknetzes berücksichtigt. (Detlef Borchers) / ]]> Verfahren gegen NSA-Lauschprogramm geht in Berufung ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Verfahren-gegen-NSA-Lauschprogramm-geht-in-Berufung-960891.html/from/rss09 Widerspruch (PDF-Datei) gegen die Zurückweisung zweier Klagen gegen geheimdienstliche Überwachungsmaßnahmen in den USA nach dem 11. September 2001 ohne richterliche Anordnung eingelegt. Nach Meinung der Bürgerrechtsvereinigung hat der zuständige Bundesrichter im Bezirk Nordkalifornien, Vaughn Walker, seine Entscheidung vom Januar auf die "gefährliche und falsche Annahme" gestützt, dass angesichts der weitreichenden Ausspähung durch das von der National Security Agency (NSA) betreute Abhörprogramm keiner Einzelperson "spezieller Schaden" widerfahren sei. Diese Theorie dürfe keinen Bestand haben, da sich sonst Gerichte bewusst blind gegenüber massiven Verletzungen des Rechts oder der Verfassung zeigen würden, sobald diese viele Menschen beträfen. Generell sieht die EFF die Beweislast für eine Bestätigung der ihrer Ansicht nach rechtswidrigen Überwachung weiter wachsen. So habe etwa der frühere Angestellte des US-Telekommunikationsriesen AT&T, Mark Klein, der die Aufdeckung des Lauschprogramms ins Rollen brachte, jüngst neue Dokumente (PDF-Datei) vorgelegt, die das Vorgehen der NSA in einer speziellen Abhörstation in San Francisco beschreiben würden. Die Bürgerrechtler hoffen daher auf einen Erfolg vor dem Berufungsgericht. (Stefan Krempl) / ]]> Informatiktage 2010 mit Nachwuchspreisen und Datenschutz-Talkshow ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Informatiktage-2010-mit-Nachwuchspreisen-und-Datenschutz-Talkshow-960788.html/from/rss09 B-IT (Bonn-Aachen International Center for Information Technology) fanden die 11. Informatiktage am 19. Und 20. März statt. Und wie gewohnt, regte ein buntes Programm aus eher praxisorientierten, von Unternehmensvertretern geleitenden Workshops, Präsentationen, Talkshow sowie InformatiCup-Wettbewerb an, den Informationsaustausch auf der GI-Nachwuchsveranstaltung zu fördern. Dabei gaben die Präsentationen der rund 80 eingeladenen Studierenden einen informativen Ein- und Überblick, mit welchen Aufgaben sie sich im Rahmen ihres Studiums und/oder Diplomarbeit beschäftigen (müssen). Für eine gewisse Kurzweiligkeit trotz der mitunter komplexen theoretischen Thematik sorgte die Präsentationsform des Poster-Flashs. Jedem Teilnehmer stand maximal einer Minute zur Verfügung, das Plenum für sein Poster zu interessieren. Diese innovative Präsentationsform, die mitunter auch als "one-minute-madness" oder "Evelator-Pitch" bezeichnet werden, ist eine gute Fingerübung für Studierende, sich mit dem aktiven "Verkaufen" der eigenen Idee zu befassen. Dabei offenbarte der eine oder andere Vortragende manch verstecktes Showtalent. "Die gute Idee allein reicht nicht aus. Ich muss sie auch verkaufen können", formulierte der wissenschaftliche Tagungsleiter Gottfried Vossen, im beruflichen Alltag Professor beim ERCIS (European Research Center for Information Systems) an der Uni Münster, den Anspruch mit Blick auf den InformatiCup. An dem Wettbewerb, der zum fünften Mal stattfand, dürfen grundsätzlich Studierende aller Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen. Wie Vossen im Hintergrundgespräch mit iX erläuterte, zählt die Arbeit im Team zu den Eckpfeilern des InformatikCup, andere sind die Lauffähigkeit und Raffinesse der eingereichten Lösung. Für die zur Endausscheidung eingeladenen Teams gesellt sich noch der Punkt Präsentation hinzu. Drei Aufgaben standen dieses Jahr zur Wahl: Ein Agent Assistance System, die evolutionäre Optimierung wackelnder Tische und die Transformation von Prozessmodellen. Ziel des Agent Assistance System ist es, anschaulich gesprochen, Häftlingen (oder in diesem Fall Agenten) zur Flucht zu verhelfen. Hierzu müssen sie nachts einen Gefängnishof durchqueren, der durch verschiedene umherwandernde Kegel von Lichtspots beleuchtet wird. Die gesuchte Lösung soll den "lichtscheuen" Agenten einen schattigen Fluchtweg weisen. Ausgangslage der zweiten Aufgabenstellung war eine Anfangspopulation von Tischen quadratischer Größe, deren Beine unterschiedlich lang sein konnten. Ein genetischer Optimierungsalgorithmus soll hier mittels geeigneter Austauschoperationen den Tischen zu einer besseren Stabilität verhelfen. Im Rahmen der dritten Aufgabe sollte ein Editor entwickelt werden, mit dem sich einfache Transformationen zwischen zwei Meta-Modellen grafisch definieren lassen. 19 Gruppen hatten Lösungsvorschläge eingereicht. Die Jury bewertete die Beiträge anhand des theoretischen Ansatzes, der Dokumentation, der Softwaretechnik, der Funktionalität sowie der Benutzerschnittstelle. Die vier besten Teams durften am 19. März im Rahmen der Informatiktage der Jury ihre Lösungen präsentieren. Das Rennen machte die FU Berlin (Benjamin Eckstein, Carl Witt), gefolgt von der Uni Hamburg (Laura Glau, Tom Kirchner), der Wilhelm Büchner Hochschule/Private FernFH Darmstadt (Ralf Timo Defrancesco, Daniel Herken, Andreas Mayer) und der Uni Rostock (Christian Eichner, René Schulz, Florian Wendland, Gregor Behnke). Als Anerkennung erhielten sie neben der ideellen Auszeichnung von der Deutschen Bank, Sun und der ppi ag gestiftete Geld- und Sachpreise. In puncto Qualität – und hier insbesondere mit Blick auf die Präsentation – registrieren die Juroren erfreut eine stetige Verbesserung der Wettbewerbsbeiträge. Mittlerweile gibt es auch erste Hochschulen, die eine Teilnahme am Wettbewerb als Studiumsleistung anerkennen. An der Universität Münster beispielsweise zählen eine Einladung zur Endausscheidung automatisch und eine Teilnahme auf Antrag als Praktikum im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsinformatik. Professor Vossen hofft, dass gerade angesichts der Arbeitsbelastung des Bachelor-Studiums weitere Hochschulen diesem Beispiel folgen, um den Wettbewerb auf eine breitere Basis zu stellen und die Teilnehmer für ihr zeitliches Engagement zu entlohnen. Für Abwechslung sorgte eine Talkshow zur  Datensicherheit, die Wolfgang Back – Moderator des legendären WDR Computerclubs und heute mit dem Podcast ComputerClub 2 aktiv – leitete. Mit auf dem Podium saßen der Datenschutzbeauftragte der Bundesrepublik Deutschland, Peter Schaar, Prof. Walter Oberschelp (RWTH Aachen), Dr. Alexander Löser (DIMA Group TU Berlin) und Kai Reinhard (Geschäftsführer von Micromata). Beworben wurde die Talkshow mit dem Hinweis auf ELENA, dem umstrittenen System zum elektronischen Einkommensnachweis. Aus dem Blickwinkel Datensicherheit konnte Schaar bei ELENA kein reales Problem erkennen. Dem obersten Datenschützer bereiten eher inhaltliche Aspekte, etwa die Anzahl unterschiedlicher Entgeltbegriffe, gewisse Bauchschmerzen. Schnell ging es in der Folge auch um die elektronische Gesundheitskarte, Google Streetview, den elektronischen Personalausweis sowie E-Voting und Wahlmaschinen. Schaar forderte die Zuhörenden auf, Sicherheit und Schutzziele direkt beim Entwurf zu beachten. Der Nutzer müsse in seinem Selbstbestimmungsrecht ernst genommen werden und entsprechende Möglichkeiten erhalten, den Umgang mit seinen Daten selbst bestimmen zu können. Um sich gegen Googles Streetview zu verwehren, verwies Back zum Schluss auf seinen ComputerClub-Kollegen Wolfgang Rudolph. Dieser habe sich ein 15 Meter-langes Transparent mit der Aufschrift „Google ist Sch...“ fertigen lassen, das er nach erfolgreicher Nutzung Interessierten zur Verfügung stellen würde. Eine Aufzeichnung der Talkshow ist, bereinigt um Präliminarien wie die Vorstellungsrunde, hier verfügbar: Sie haben das falsche (oder gar kein) Flash-Plug-in installiert, Flash deaktiviert, JavaScript deaktiviert oder blockieren Flash-Inhalte in Ihrem Browser. Um den Inhalt anschauen zu können, benötigen Sie mindestens den Flash Player 9 für Ihr Betriebssystem. Adobe bietet das Browser-Plug-in für alle gängigen Betriebssysteme kostenlos zum Download an. (Achim Born) / ]]> EU-Kommission: Keine Three-Strikes-Regelung in ACTA ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Kommission-Keine-Three-Strikes-Regelung-in-ACTA-960797.html/from/rss09 Transparenz zu machen, hat die EU-Kommission am Montag zu einer Konsultation nach Brüssel eingeladen. Viel erfuhren die etwa 150 angereisten Interessenvertreter nicht. Gerüchte wollte Kommissionsvertreter Luc Devigne ausdrücklich nicht besprechen, er versicherte aber, dass das umstrittene Abkommen keine Änderung substantiellen Rechts in der EU vorsehe. Devigne, der für die Kommission die ACTA-Verhandlungen führt, betonte, dass das Abkommen die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsländer der EU sichern soll. Er widersprach ausdrücklich Gerüchten, wonach die EU im Zuge des ACTA-Prozesses die Einführung einer europaweiten Three-Strikes-Regelung vorbereite, bei der Provider Internetnutzern nach Urheberrechtsverstößen die Internetverbindung kappen sollen. Niemand habe bei den Verhandlungen eine solche Maßnahme auch nur vorgeschlagen, verdeutlichte Devigne, "und wenn dieser Vorschlag auf den Tisch käme, würden wir ihn ablehnen." Auch die Behauptung, dass in Zukunft private Laptops an der Grenze nach illegal heruntergeladenen Dateien durchsucht werden sollen, sei falsch. Die ACTA-Verhandlungen finden bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Devigne erläuterte, bei internationalen Abkommen würden Ergebnisse nicht kommuniziert, bevor sie am Verhandlungstisch erreicht worden seien. Die zahlreichen durchgesickerten Dokumente wollte Devigne nicht kommentieren. Die Geheimniskrämerei stieß während der Konsultation in Brüssel auf große Ablehnung. So beklagte ein Vertreter des Verbandes europäischer TK-Anbieter ETNO Informationsdefizite. "Unsere Konkurrenten in den USA sind über die Fortschritte bestens informiert." Unterstützung bekam Devigne hingegen von anderen Industrievertretern. So erklärten Vertreter des französischen Medienkonzerns Vivendi und der European Competitive Telecommunications Association (ECTA) ihre Unterstützung für das ACTA-Abkommen. Mehrere EU-Parlamentarier nutzten die Sitzung, um die Kommission an die Resolution des EU-Parlaments zu erinnern, die sie zu mehr Transparenz verpflichten und von weiter gehenden Vereinbarungen abhalten sollte. Devigne will aus der Resolution allerdings nicht mehr herauslesen, als eine Verpflichtung der Kommission, nicht gegen den Kanon der geltenden europäischen Gesetze, dem "acquis communautaire", zu verstoßen. Eine Verpflichtung sich bei den ACTA-Verhandlungen allein auf die Bekämpfung von Produktfälschungen zu beschränken und Neuregelungen zu einfachen Urheberrechtsverletzungen auszusparen, wollte Devigne nicht erkennen. Auch bei der geforderten Abschätzung der Folgen des ACTA-Abkommens auf die Grundrechte der EU-Bürger machte der Kommissionsvertreter wenig Hoffnung: Die ACTA-Verhandlungen seien bisher noch nicht in einem Stadium, wo eine solche Folgeabschätzung sinnvoll sei. Immerhin versprach er, dass die EU-Kommission bei der nächsten ACTA-Sitzung Mitte April in Neuseeland eine Offenlegung der Verhandlungsdokumente beantragen werde. "Das ACTA-Abkommen behandelt ausdrücklich nur die Durchsetzung des Rechts, an dem Gesetz selbst wird substantiell nichts geändert", erklärte Devigne. So soll sich an der gesetzlichen Rolle und Haftung der Provider in Europa nichts ändern. Strafrechtlich verfolgt werden sollen Urheberrechtsverstöße nur, wenn sie im "kommerziellen Umfang" stattfinden. Wann ein solcher Umfang erreicht wird, ließ Devigne allerdings offen. Die in Brüssel anwesenden Bürgerrechtsorganisationen gingen mit Devigne hart ins Gericht. Jérémie Zimmermann von der französischen Organisation La Quadrature du Net kritisierte, dass Devigne in seiner Präsentation eine von der Industrie finanzierte Studie zitierte, wonach durch Diebstahl geistigen Eigentums bis 2015 in Europa 1,2 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Diese Studie basiere auf der Legende, dass für jede unbezahlte Kopie ein Original weniger verkauft werde, argumentierte Zimmermann. Gegenüber heise online erklärte Zimmermann: "Heute haben wir nichts Neues erfahren" – die Kommission verstecke sich hinter dem "acquis communautaire", der freilich stark interpretierbar sei. So sieht Zimmermann die Gefahr, dass die Three-Strikes-Regel zwar nicht explizit im ACTA-Abkommen festgelegt werde, die Provider könnten aber durch erweiterte gesetzliche Haftungsregeln im Zuge der freiwilligen Selbstkontrolle zu einer eigenständigen Einführung des Modells gezwungen werden. "Was immer als Nächstes passiert: Es ist nicht nachzuvollziehen, dass diese Vertreter, die niemand gewählt hat, solche weitgehenden Grundrechtseingriffe verhandeln", sagte Zimmermann. Maurice Wessling von der niederländischen Verbraucherorganisation Consumentenbond sieht in der Konsultation wenigstens einen geringen Fortschritt: "Immerhin haben wir heute ganz klar gehört, dass die EU-Kommission keine Three-Strikes-Regelung akzeptieren will. An dieses Wort werden wir sie später erinnern." (Torsten Kleinz) / ]]> Adobe veröffentlicht Flash Builder 4, Flex 4 und ColdFusion Builder ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Adobe-veroeffentlicht-Flash-Builder-4-Flex-4-und-ColdFusion-Builder-960406.html/from/rss09 veröffentlicht, darunter mit ColdFusion Builder eine neue IDE für Adobes Webanwendungsserver ColdFusion sowie die Version 4 des Flex-Webframeworks und des Flash Builder. Letzterer mag vielen als Flex Builder bekannt sein. Hintergrund für den Namenswechsel ist die Positionierung der Flash-Plattform als Kernprodukt; das Flex-Entwicklungs-Framework ist nur eines der möglichen Werkzeuge, mit denen man Flash-Applikationen entwickeln kann. Das sich in Eclipse integrierende Werkzeug unterstützt sowohl die Version 3 als auch die Version 4 von Flex und soll überarbeitete Programmier- und Testfunktionen mitbringen und sich zudem besser in Adobes Creative-Suite-Paket integrieren lassen. Des Weiteren generiert das Werkzeug beim Import aus externen Datendiensten nun Eventhandler, Getter- und Setter-Methoden sowie Formulare für das Lesen und Schreiben der Daten. Unit-Tests, Build-Optionen per Kommandozeilenaufruf und Überarbeitungen beim Compiler, Debugging und Refactoring sollen vor allem professionellen Programmierern die Arbeit erleichtern. Flash Builder 4 gibt es als Standard Edition für knapp 250 und als Premium-Ausgabe für rund 700 US-Dollar. Letztere enthält mehr Testmöglichkeiten und außerdem eine Lizenz für den neuen ColdFusion Builder. Das ColdFusion-Werkzeug ist eine Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung für die Anwendungsentwicklung mit dem Applikationsserver ColdFusion. Auch die neue IDE kostet knapp 300 US-Dollar. Sie wartet mit gängigen IDE-Funktionen wie Codevervollständigung und Debugging-Funktionen auf. Mit Flex 4 und dem mit dem Framework einhergehenden Flex SDK (Software Development Kit) führt Adobe eine modulare Architektur ein. Das unter dem Codenamen Spark eingeführte Komponentenmodell für Bedienelemente enthält einen Mechanismus, die Darstellung der Flex-Anwendungen zu kontrollieren, da es die Geschäftslogik und die Daten einer Komponente vom Design oder den FXG-Vorlagen (Flash XML Graphics) der Anwendung trennt. Ebenfalls neu ist der Flash Platform Social Service, dank dem Entwickler wohl Flash-Applikationen in 14 unterschiedlichen sozialen Netzen einbinden können, darunter Facebook, MySpace, Google, LinkedIn und Twitter. Das Prinzip ist, dass eine einmal geschriebene Applikation auf allen unterstützten sozialen Netzen laufen kann, ohne dass man Kenntnis der unterschiedlichen APIs und Architekturen haben muss. Der Dienst lässt sich über Gigya, einen Anbieter von Social-Media-Anwendungen, auf jährlicher Abonnementbasis lizenzieren, die sich nach Größe und Typ der Anwendung richtet, die den Service nutzt. ]]> Kaum Nachfrage nach KDG-Aktie ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Kaum-Nachfrage-nach-KDG-Aktie-960759.html/from/rss09 KDG) ist am heutigen Montag bei ihrer Börsenpremiere nur auf verhaltene Nachfrage gestoßen. Dabei kam sie kaum über den Ausgabepreis von 22 Euro hinaus. Dennoch ist der größte Börsengang seit mehr als zwei Jahren aus Sicht des Münchner Unternehmens ein großer Erfolg. Die Aktie war zu Beginn des Handels an der Frankfurter Börse mit 22,50 Euro notiert worden. Im Verlauf schwankte der Kurs am Nachmittag zwischen 22,82 Euro und 22,10 Euro. "Das ist absolut gelungen. Wir haben eine solide und breite Aktionärsbasis gewonnen und sind sehr zufrieden damit", sagte der Vorstandschef von Kabel Deutschland, Adrian von Hammerstein, am Mittag in Frankfurt. Dass der Gang auf das Handelsparkett bisher ohne Schwierigkeiten ablief, sei ein gutes Zeichen für den deutschen Kapitalmarkt und die deutsche Wirtschaft insgesamt, sagte von Hammerstein. Er sieht KDG mit dem Börsengang nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise als "Eisbrecher" für weitere Börsengänge. So will noch vor Ostern etwa das Hamburger Modeunternehmen Tom Taylor an die Börse, auch der Chemikalienhändler Brenntag aus Mülheim/Ruhr strebt aufs Parkett. KDG hat im Zuge seines Börsengangs insgesamt 34,5 Millionen Aktien ausgegeben und damit etwa 760 Millionen Euro eingespielt. Die Einnahmen sollen dem Unternehmen zufolge komplett den Eigentümern, wie etwa der US-Beteiligungsfirma Providence, zufließen. Die hoch verschuldete KDG selbst wird kein Geld aus dem Börsengang erhalten. Für von Hammerstein nach eigenen Worten kein Problem: "Wir können aus eigener Kraft wachsen und unsere Verschuldung reduzieren." Zudem schaue sich das Unternehmen auch Kandidaten für Übernahmen an, konkrete Pläne gebe es aber nicht. Dennoch gebe es durchaus interessante Kandidaten. KDG versorgt in Deutschland rund 8,9 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern. Das Unternehmen will vor allem mit sogenannten Triple-Play-Diensten wachsen, einem Paket- Angebot aus Fernsehen und Radio, schnellen Internetanschlüssen und Telefonie über das Fernsehkabel. (dpa) / ]]> EU-Datenschützer fordert Einbau von Datenschutz in die Technik ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschuetzer-fordert-Einbau-von-Datenschutz-in-die-Technik-960735.html/from/rss09 EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx hat sich in einer Eingabe (PDF-Datei) für die geplante "digitale Agenda" der EU-Kommission dafür eingesetzt, den Datenschutz von vornherein stärker in die Entwicklung neuer Kommunikations- und Informationstechniken einzubauen. Konkret nannte der oberste Hüter der Privatsphäre der EU-Bürger die Bereiche RFID-Chips, soziale Netzwerke und gezielte Werbung im Internet, bei denen der Ansatz "Privacy by Design" in den Vordergrund gestellt werden sollte. Dort seien die Gefahren für die Sicherung der Privatheit andernfalls besonders groß. Bei den Funketiketten plädiert Hustinx für Gesetze, die beispielsweise die Einwilligung in die weitere Aktivität der Mini-Sender am Ort des Verkaufs entsprechend bestückter Waren vorschreiben sollten. Der Staat solle auch dafür sorgen, dass die Voreinstellungen von Online-Gemeinschaften datenschutzfreundlicher gestaltet werden. Nicht zuletzt schlägt er vor, dass über Web-Browser zunächst die Einwilligung des Nutzers zu personalisierter Werbung abgefragt werden müsste. "Die potenziellen Vorzüge" moderner IT "können in der Praxis nur genossen werden, wenn damit Vertrauen geschaffen werden kann", erläuterte Hustinx sein Anliegen. Die Nutzer bauten Vertrauen aber nur auf, wenn sie die Verarbeitung ihrer Daten selbst kontrollieren könnten und die Sicherheit gewährleistet sei. Daher sei es wichtig, den Datenschutz von Anfang an in die Entwicklung neuer Techniken und Applikationen zu integrieren. Dieses Modell sollte sich stärker im europäischen Datenschutzrecht widerspiegeln. Einschlägige Richtlinien müssten überarbeitet werden. Generell sei "Privacy by Design" als "verbindliches Prinzip" in künftigen EU-Regulierungsvorstößen festzuschreiben. Im November hatte zuvor das EU-Parlament diesen Ansatz ebenfalls als wesentlichen Bestandteil jeder IT-Entwicklung erachtet. (Stefan Krempl) / ]]> ZDF-Intendant reicht Zeitungsverlagen die Hand ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/ZDF-Intendant-reicht-Zeitungsverlagen-die-Hand-960638.html/from/rss09 sagte (PDF-Datei) Schächter am heutigen Montag zur Eröffnung der 43. Mainzer Tage der Fernsehkritik. Angesichts der Kritik am Umfang des Online-Angebots der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zeigte er sich besorgt, wie sich die Akteure und Veranstalter des Qualitätsjournalismus gegenseitig bekämpften und schwächten. "Wir bewachen immer noch die falsche Tür. Unsere Gegner sind andere", sagte Schächter unter Bezug auf wenig kontrollierbare internationale Medienkonzerne im Netz. Er versicherte, das ZDF trete an keiner Stelle in einen wirtschaftlichen Wettbewerb mit den Zeitungsverlagen. Das garantiere nicht zuletzt die im Gesetz verankerte Selbstbeschränkung der öffentlich-rechtlichen Sender. ZDF und ARD wollten auch nicht ihre private Konkurrenz verdrängen. Vielmehr sollten die Qualitätsmedien eine "Allianz gesellschaftspolitischer Verantwortung" bilden. Schächter verwies dabei auf die "explosionsartige Steigerung" von Informationen ins Unüberschaubare im Internet. Es gebe einen Trend, sich gegen die Überforderungen der Globalisierung in private Nischen zurückzuziehen. Dieses "Cocooning" sei eine Gefahr für die Gesellschaft, weil brisante öffentliche Themen aus dem Blick gerieten. Der Ulmer Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer betonte die Verantwortung der Sendeanstalten: "Die Feinstruktur unseres Gehirns wird tatsächlich beeinflusst vom Fernsehkonsum." Fernsehmacher müssten sich daher immer gut überlegen, was für Spuren eine Sendung in den von sich aus lernwilligen Gehirnen ihrer Zuschauer hinterlasse. Während des zweitägigen Symposiums im ZDF-Konferenzzentrum in Mainz diskutieren mehrere hundert Experten über das Thema "Neue Wahrheiten – Wer traut wem in der vernetzten Welt?". (dpa) / ]]> Linux-Kernel 2.6.34 mit neuem Cluster-Dateisystem ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Linux-Kernel-2-6-34-mit-neuem-Cluster-Dateisystem-960533.html/from/rss09 Ceph ein verteiltes, replizierendes Netzwerkdateisystem für Cluster enthalten. Das Dateisystem soll sich zur Verwaltung von Datenmengen im Petabyte-Bereich eignen und Funktionen bieten, die anderen verteilten Open-Source-Dateisystemen fehlen. Dazu gehört die Möglichkeit, das Dateisystem einfach durch Hinzustecken weiterer Server zu erweitern, wobei Ceph die Daten automatisch auf die neuen Server verteilt. Ähnlich wie Lustre kann Ceph Metadaten und Daten auf verschiedene Maschinen oder Teil-Cluster verteilen, was die Performance erhöhen soll. Das Dateisystem soll bis zu mehreren tausend Servern skalieren. Ceph ist aus einem Forschungsprojekt des Storage Systems Research Center der Universität von Santa Cruz entstanden und entsprechend gut wissenschaftlich aufgearbeitet. Das Dateisystem soll bereits benutzbar sein, die Entwickler empfehlen bei wichtigen Daten allerdings dringend ein Backup. Siehe dazu auch: Kernel-Log: Ceph-Dateisystem in 2.6.34, Kernel- und KVM-Vorträge von den CLT2010 ]]> Britische Regierung plant Einspruchsrecht für Filesharer ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Britische-Regierung-plant-Einspruchsrecht-fuer-Filesharer-960575.html/from/rss09 berichtet die Tageszeitung The Guardian. Das Gesetz hatte vor einer Woche das britische Oberhaus passiert und muss noch vom Unterhaus beschlossen werden. Timm gab sich demnach zuversichtlich, dass dies noch in der laufenden Legislaturperiode passiert, bevor voraussichtlich am 6. Mai Unterhauswahlen stattfinden. Eines der Hauptanliegen des "Digital Econmy Bill" ist, den Urheberrechtsschutz im Internet zu verbessern. Dafür soll ein Verfahren für eine "abgestufte Erwiderung" auf Copyright-Verletzungen eingeführt werden. Nach mehreren Warnhinweisen sollen bei wiederholten Rechtsverstößen "technische" Sanktionen greifen, die von der Drosselung der Zugangsgeschwindigkeit bis zu einem zeitweiligen Kappen der Netzverbindung gemäß dem Modell "Three Strikes" reichen. Privatpersonen und Unternehmen sollen erst vom Internet getrennt werden können, wenn ihr Einspruch angehört wurde. Das sagte Timm laut dem Bericht am Rande der Rede des Premierministers Gordon Brown zur digitalen Zukunft Großbritanniens heute. Jim Killock von der Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group wies darauf hin, dass die britische Regierung den Ausbau des E-Government plane, während sie gleichzeitig ein Gesetz vorantreibe, durch das Briten schon wegen geringfügiger Copyright-Verstöße vom Netz getrennt werden könnten. ]]> Vor 75 Jahren: Das Fernsehen geht auf Sendung ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Vor-75-Jahren-Das-Fernsehen-geht-auf-Sendung-960597.html/from/rss09 Geschichte des deutschen Fernsehens beginnt 1884 mit einem Patent von Paul Nipkow auf die so genannte Nipkow-Scheibe als Fortentwicklung des Kopiertelegraphen. Ausgehend von Nipkows Erfindung entwickelten Siegmund Loewe und Manfred von Ardenne das, was 1890 von Eduard Liesegang "Fernsehen" genannt wurde. Im Nationalsozialismus sollte das Fernsehen beispielhaft für die überlegene arische Technik stehen, daher wurde am 22. März 1935 ein rudimentäres Fernsehprogramm einzig mit dem Zweck gestartet, der BBC zuvorzukommen. Über den Fernsehsender Paul Nipkow wurde ein Programm ausgestrahlt, "das Bild des Führers unverlöschlich in alle deutsche Herzen zu pflanzen". Paul Nipkow selbst wurde zum Ehren-Reichsrundfunkführer ernannt und bekam das erste Fernsehgerät geschenkt. Mit 180 Bildzeilen war das deutsche Fernsehen etwas mickrig geraten. Als die BBC im Herbst 1936 ihr Fernsehprogramm startete, wurde dort mit 441 Bildzeilen gearbeitet, worauf man in Deutschland reagieren musste. Die Programme beider Systeme wurden schwarzweiß übertragen, obwohl das Prinzip des Farbfernsehens seit 1928 bekannt war. Während die BBC ihren Betrieb bei Kriegsausbruch einstellte, sendete das deutsche Fernsehen bis 1944 Unterhaltungs- und Propagandasendungen, die vor allem in Lazaretten empfangen wurden. Nach dem Krieg startete das Fernsehen zunächst in der DDR am 21. Dezember 1952 und strahlte zu Stalins Geburtstag eine Dauersendung aus, "das Bild des Führers der internationalen Arbeiterbewegung" zu verbreiten. Vier Tage später zog die Bundesrepublik nach, als der NWDR mit der Ausstrahlung eines Fernsehprogrammes begann. Danach entwickelte sich die Fernsehtechnik stürmisch weiter. Im August 1967 startete das Farbfernsehen in der Bundesrepublik mit dem "Goldenen Schuss" als PAL-System, 1969 feierte die DDR ihren Geburtstag mit dem Start des Farbfernsehens als SECAM-System. 1984 gingen Sat1 und RTL auf Sendung, das hochauflösende Fernsehen HDTV konnte zu den Winterspielen in Vancouver seinen ersten Boom verzeichnen. Als Leitmedium des 20. Jahrhunderts konkurriert das Fernsehen heute mit dem Internet um die Aufmerksamkeit des Publikums. Ob es für das Fernsehen Zeit für die Rente ist, ist allerdings noch nicht ausgemacht. (Detlef Borchers) / ]]> Großbritannien will in der Digitalwirtschaft weltweit führend werden ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Grossbritannien-will-in-der-Digitalwirtschaft-weltweit-fuehrend-werden-960493.html/from/rss09 Rede in London. Sowohl die Wirtschaft als auch öffentliche Dienste, die online abgewickelt werden, sollen bis dahin weltweit beispielhaft werden. Dadurch sollen in Großbritannien 250.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen alle britischen Haushalte mit einem Breitband-Internetzugang ausgestattet werden. Bisher hatte die Regierung angepeilt, bis 2012 nahezu jeden Haushalt mit existierender Breitbandtechnik ans Netz zu bringen. Mit Hilfe der Digitalisierung und mehr Transparenz soll der Kontakt der Bevölkerung mit öffentlichen Stellen völlig neu und personalisiert gestaltet werden. Durch die so effizienter arbeitende Verwaltung könnten 11 Milliarden Pfund (gut 12 Milliarden Euro) eingespart werden, sagte Brown. Am Mittwoch werde der britische Schatzkanzler Alistair Darling einen detaillierten Plan vorlegen, laut dem insgesamt 20 Milliarden Pfund Einsparungen zusammenkommen könnten. Im vergangenen Dezember war bereits bekannt geworden, dass die britische Regierung eine jährliche "Breitbandsteuer" von 6 Pfund auf jeden Telefonanschluss erheben will. Die "Breitbandsteuer" soll sowohl zum Schließen "weißer Flecken" bei der Versorgung mit DSL- und Kabelanschlüssen im ländlichen Raum als auch zum Aufbau von "Next Generation Networks" auf der Basis etwa von Glasfaser oder VDSL verwendet werden. Brown stellte die Bedeutung von sehr schnellen Breitband-Internetzugängen nun in seiner Rede auf eine Stufe mit der Stromversorung. Unternehmen, die über das Internet mit ihren Kunden kommunizieren, hätten sich für die Zukunft gerüstet, so Brown weiter. So müsse auch die Regierung handeln. Das E-Government der ersten Generation, das vor sechs Jahren mit der Website Directgov online ging und monatlich 25 Millionen Besuche aufweise, solle durch "Mygov" – dem E-Government der neuesten Generation auf einem zentralen Portal für alle Angelegenheiten – ersetzt werden. Um die Möglichkeiten der Digitalisierung voll ausschöpfen zu können, sollen sie intensiv erforscht werden. Brown will mit 30 Millionen Pfund ein neues Institut für "Webwissenschaft" erstfinanzieren, das zusammen mit der Regierung und der Privatwirtschaft die sozialen und wirtschaftlichen Vorteile ausarbeiten und umsetzen helfen soll. Unter der Leitung des Web-Erfinders Sir Tim Berners-Lee sollen dazu die "besten Wissenschaftler und Forscher der Welt" zusammenkommen. Beim Ausbau des Internets gehe es nicht allein um Bequemlichkeit, meint Brown, sondern auch um Lebensqualität. Beispielsweise könne ein populärer britischer Musiker, der viel unterwegs sei, seinem Sohn über den VoIP-Dienst Skype Gute-Nacht-Geschichten erzählen. Viele Menschen könnten sich mehr mit ihrer Familie beschäftigen, da die moderne Technik ihnen Heimarbeit ermögliche. Und die Entwicklung gehe weiter, wie Brown anhand von intelligenten Stromzählern und virtuellen Klassenräumen erläuterte. Vor diesem Hintergrund bezeichnete der Premierminister es als unfair, wirtschaftlich ineffizient und nicht akzeptierbar, dass gut ein Fünftel der Briten noch nie auf das Internet zugegriffen habe. ]]> Add-on und API für den Zugriff auf Kontaktdaten im Firefox ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Add-on-und-API-fuer-den-Zugriff-auf-Kontaktdaten-im-Firefox-960467.html/from/rss09 Mozilla-Entwickler diese Daten im Browser verwalten. Dadurch soll auch der Missbrauch dieser Daten erschwert werden. Das in einer Alpha-Version freigegebene "Contacts"-Plug-in soll in Zukunft ein browser-internes Adressbuch mit dem des Desktop und des (beispielsweise) bei Google gespeicherten synchron halten. Die aktuelle Version erlaubt jedoch zunächst nur den Import aus GMail- und Twitter-Konten sowie dem Adressbuch von Mac OS X, der nach jeder Änderung erneut durchzuführen ist. Eine generische Schnittstelle ermöglicht es Entwicklern, weitere Kontaktdatenbanken anzubinden. Außerdem bringt das Add-on eine Funktion zur E-Mail-Vervollständigung mit, die Adressbucheinträge zur Übernahme in ein <input type="email" ...>-Element vorschlägt. Dieses Formularfeld ist Teil des kommenden HTML5-Standards und wird bislang von Opera und Safari unterstützt. Die JavaScript-API zum Zugriff auf die Kontaktdaten orientiert sich an einem Vorschlag des W3C. Webanwendungen können sie verwenden, um nach Zustimmung des Benutzers Adressdetails aus der Datenbank zu erfragen. ]]> EU-Rat fordert freien Informationszugang im Iran ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Rat-fordert-freien-Informationszugang-im-Iran-960543.html/from/rss09 Beschluss (PDF-Datei) zum "freien Informationszugang im Iran" aufgefordert, Eingriffe in elektronische Kommunikationsnetze und Rundfunkübertragungen über Satellit "unverzüglich" zu stoppen. Man sei entschlossen, diese nicht akzeptablen Praktiken auf jeden Fall zu beenden. Die Minister betonen wenig diplomatisch, dass die Meinungsfreiheit "weltweit ein universelles Recht" sei. Eingeschlossen sei das Privileg von Individuen, unabhängig von Landesgrenzen Informationen auszusuchen und zu empfangen. Im Gegensatz dazu hätten Einschränkungen der Nutzung neuer Technologien sich als eine der großen Herausforderungen für die Aufrechterhaltung der Menschenrechte in vielen Teilen der Welt herauskristallisiert. Damit werde das Potenzial der neuen Medien zur Beförderung der Meinungsfreiheit unterlaufen. Die EU äußert daher ihre große Sorge über Maßnahmen der iranischen Behörden, mit denen die eigenen Bürger von der freien Kommunikation und dem Informationsempfang durchs Fernsehen, Radio und das Internet abgehalten werden sollten. Bewusste Störungen von Satellitenübertragungen hätten "zahlreiche" Rundfunkstationen betroffen. Eingeschlossen seien europäische Dienste, die über Eutelsat übermittelt werden. Darüber hinaus monieren die Ratsvertreter, dass die iranische Regierung die Bürger regelmäßig an der freien Nutzung des Internets hindere und die Mobilkommunikation blockiere. Mit diesen Zensurmaßnahmen unterlaufe die islamische Republik ihren eigenen Einsatz zur Offenhaltung von Kommunikationsverbindungen im Rahmen der International Telecommunications Union (ITU), merkt die Entschließung weiter an. Zudem müsse der Iran das Recht zur Meinungsfreiheit gewährleisten, wie es im  Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte skizziert werde. Dieses UN-Zivilabkommen sei von der islamischen Republik unterzeichnet worden. Die Machthaber im Iran haben die Zensur und Überwachung der Medien und des Internets im vergangenen Jahr in Folge von Protesten nach der Präsidentenwahl immer wieder verschärft. Nach Bekunden der Organisation Reporter ohne Grenzen wurde das Land so zum "größten Gefängnis für Journalisten und Cyberdissidenten". Die Vereinigung zählt Iran zu den "Feinden des Internets". ]]> Opera 10.51 schließt Sicherheitslücken ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Opera-10-51-schliesst-Sicherheitsluecken-960453.html/from/rss09 bereitgestellt. Sie behebt ein Sicherheitsproblem, mit dem Angreifer beliebigen Code auf dem Rechner des Opfers ausführen können sowie eine zweite Sicherheitslücke, bei der XSLT benutzt werden kann, um Daten auszuspähen. Opera hat zu beiden Problemen Advisories bereitgestellt. Eine Reihe von Verbesserungen beschleunigt den JavaScript-Interpreter nochmals, so ein Posting im Entwickler-Blog. Außerdem bringt die neue Ausgabe ein Reihe von Bugfixes. Das Changelog listet die Details. ]]> Pages Jaunes kauft 123people ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Pages-Jaunes-kauft-123people-960474.html/from/rss09 123people hat einen neuen Eigentümer. Die Gründer und Risikokapitalgeber haben alle Anteile an den französischen Telefonbuch- und Branchenverzeichnis-Betreiber Pages Jaunes verkauft. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Firmen Stillschweigen, gerüchteweise ist von 10 bis 15 Millionen Euro die Rede. Unternehmensangaben zufolge bilden Pages Jaunes und 123people zusammen den größten nicht-amerikanischen Online-Werbeträger. 123people sei profitabel; konkrete Finanzkennzahlen werden aber nicht verraten. Derzeit würden 40 Millionen Unique Visitors pro Monat verzeichnet. Der neue Eigentümer wolle investieren, wodurch die Einführung neuer Dienste wie etwa Echtzeitsuche in sozialen Netzen wie Twitter oder Facebook beschleunigt werde. Außerdem sei bis zum Sommer der Eintritt in drei neue Märkte geplant. Derzeit ist 123people in elf Ländern aktiv. Das Hauptquartier soll in Wien verbleiben, die Belegschaft werde von derzeit rund 20 bis Jahresende auf etwa 30 Mitarbeiter aufgestockt. Damit geht auch ein technischer Ausbau einher, sodass bis Jahresende 80 Millionen Unique Visitors verarbeitet werden können. 123people war Anfang 2008 online gegangen und wollte ursprünglich ohne Werbebanner auskommen. Vergangenes Jahr war 123people mit einem österreichischen Big Brother Award "ausgezeichnet" worden. (Daniel AJ Sokolov) / ]]> Deutsche Musikindustrie erwirtschaftete 2009 online 31 Prozent des Umsatzes ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Musikindustrie-erwirtschaftete-2009-online-31-Prozent-des-Umsatzes-960371.html/from/rss09 Mitteilung des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) hervor. Die digitalen Vertriebswege Internet-Versandhandel sowie Download- und Mobil-Anbieter haben demnach ihren Umsatzanteil am Musikverkauf von 27 Prozent im Jahr 2008 auf 31 Prozent im Jahr 2009 steigern können. Der Anteil des Internet-Versandhandels am Gesamtumsatz wuchs von 19 auf 21 Prozent, der Umsatzanteil der Download-Händler von 6 auf 8 Prozent. Das Mobil-Geschäft kam wie 2008 auf 2 Prozent Umsatzanteil. Detaillierte Zahlen zum Musikmarkt 2009 will der BVMI am kommenden Mittwoch auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin veröffentlichen. Im stationären Handel dominierten weiterhin die  Elektrofachmärkte. Ihr Umsatzanteil ging aber im Vergleich zum Vorjahr von 30 auf 29 Prozent zurück. Drogeriemärkte blieben mit 8 Prozent Umsatzanteil stabil, während der Anteil des Lebensmitteleinzelhandels von 8 auf 7 Prozent und der der Kaufhäuser von 6 auf 5 Prozent schrumpfte, teilte der BVMI weiter mit. Der Umsatzanteil der klassischen Plattenläden ging von 4 auf 3 Prozent weiter zurück. Viele der ganz kleinen Plattenläden seien aber nicht in der Statistik erfasst, weil ihre Umsätze nicht elektronisch gemessen werden. Unverändert blieben die Umsatzanteile der Buchhändler (5 Prozent), des Versandhandels (6 Prozent) und des Clubmarkts (2 Prozent). ]]> Verband rechnet mit 9 Prozent Wachstum bei Breitband-Internetzugängen ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Verband-rechnet-mit-9-Prozent-Wachstum-bei-Breitband-Internetzugaengen-960275.html/from/rss09 sagt der Branchenverband Bitkom voraus. Das entspräche einem Zuwachs von 9 Prozent gegenüber 2009. Der Verband bezieht sich dabei auf Zahlen des eigenen Marktforschungsinstituts EITO. Den mit Abstand größten Anteil an schnellen Anschlüssen hat DSL: Ende 2009 waren es 21,9 Millionen. Gut 2,3 Millionen Haushalte erhielten das schnelle Internet über TV-Kabel – hier erwartet der Verband ein besonders großes Wachstum. Auf andere Technik wie Glasfaser und Satellit setzten rund 0,2 Millionen Haushalte. Nach der Breitband-Strategie der Bundesregierung sollen bis zum Ende dieses Jahres flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung stehen. ]]> China droht Google wegen anstehender Schließung ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/China-droht-Google-wegen-anstehender-Schliessung-960220.html/from/rss09 Google mit ernsten Konsequenzen für seine Geschäftsinteressen gedroht, sollte der Internetgigant tatsächlich seine chinesische Suchmaschine abstellen. Die Tageszeitung China Daily warf Google am Montag vor, seinen Streit mit der chinesischen Regierung über Einschränkungen bei der Berichterstattung über Menschenrechte zu "politisieren".  Eine Entscheidung des Unternehmens, die unter anderem mit Hackerangriffen auf Google aus China zusammenhängt, wird möglicherweise noch in dieser Woche erwartet. Nach Medienberichten soll der Internetriese einen Rückzug aus dem chinesischen Markt für Mitte April planen. Google habe vier Jahre lang die Regeln eingehalten, schrieb China Daily. Jetzt glaube das Unternehmen, "mit den Vereinigten Staaten im Rücken und unter dem Vorwand der Internetfreiheit" die chinesische Regierung dazu zwingen zu können, alle geltenden Beschränkungen für seine Suchmaschine aufzuheben. "Geschäft ist Geschäft. Aber wenn dabei politische Tricks angewandt werden, ist das Geschäft schnell zu Ende".  "Je mehr Google die Angelegenheit politisiert, desto weniger Spielraum gibt es für Verhandlungen", hieß es. Unklar ist, ob Google derzeit Gespräche mit der Regierung in Peking führt, wie vom Internetdienst der Zeitung Wall Street Journal berichtet wurde. Die chinesische Seite hat das bisher bestritten. Bereits Anfang des Monats hatte die Regierung in Peking Google davor gewarnt, die Zensur von Suchergebnissen zu stoppen. Der US- Konzern verstoße gegen chinesische Gesetze, falls er die Ergebnisse seiner chinesischen Suchmaschine nicht mehr selbst zensiere, hieß es. Die chinesischen Behörden verlangen, dass aus ihrer Sicht politisch heikle Suchergebnisse – zum Beispiel zu Tibet oder zur blutigen Niederschlagung der Studentenproteste am Platz des Himmlischen Friedens – herausgefiltert werden. Google hatte seine Haltung zu der von Peking verordneten Zensur nach dem massiven Hackerangriff auf sein E-Mail-System Gmail Ende vergangenen Jahres überdacht. Das Unternehmen beharrt nun auf seinem neuen Kurs, weltweit entschiedener gegen Zensur vorgehen zu wollen. Aber auch wenn die chinesische Suchmaschine google.cn geschlossen werden sollte, will der Internetriese offenbar seine anderen Geschäfte in China weiterverfolgen. Ein kompletter Rückzug aus China sei nicht geplant, berichtete das Wall Street Journal kürzlich. Vor wenigen Tagen erst hatten sich auch Googles chinesische Geschäftspartner beschwert, dass der Konzern sie über sein Vorgehen in China in keiner Weise informiert habe. Schließe Google seine chinesische Site, sei das für Googles Partner geschäftsschädigend; man würde nun doch gerne wissen, wie man dafür entschädigt würde. (dpa) / ]]> Online-Banking mit der Handy-Kamera ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Online-Banking-mit-der-Handy-Kamera-960099.html/from/rss09 28 Milliarden (PDF-Datei) ausgestellt. Dem standen 16 Milliarden papierlose Überweisungen und Lastschriften gegenüber. Einem Bericht von CNBC zufolge soll das Einreichen von Schecks nun bei großen US-Banken auch per Online-Banking möglich werden. Statt die Dokumente selbst zur Bank zu tragen oder per Post einzusenden, fotografieren Kunden die Vorder- und Rückseite mit ihrer Handy-Kamera und senden die Bilder per Banking-Anwendung an das Geldinstitut. Bislang setzt die USAA, die Geld- und Versicherungsdienstleistungen für Militärangehörige anbietet, das Verfahren in großem Maßstab ein. Ihre iPhone-Anwendung ist eigenen Angaben zufolge rund 140.000-mal heruntergeladen worden. Dem Bericht zufolge wollen auch die Chase- und die Citi-Bank Ende dieses Jahres die Technik anbieten. ]]> Mehr als 20.000 Mitbeschwerden gegen ELENA ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Mehr-als-20-000-Mitbeschwerden-gegen-ELENA-960122.html/from/rss09 Start der Website für eine Mitmach-Verfassungsbeschwerde gegen die zentrale Erfassung von elektronischen Entgeltnachweisen (ELENA) haben dort bereits über 20.000 Mitbeschwerdeführende Vollmachten abgegeben. Das teilt der FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) am heutigen Montag mit. Er hat die Aktion zusammen mit weiteren Datenschutzorganisationen initiiert. Seit Anfang dieses Jahres müssen Arbeitgeber monatlich die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten elektronisch an die Zentrale Speicherstelle der Deutschen Rentenversicherung in Würzburg übermitteln. Mittlerweile sind dort 35 Millionen Datensätze gespeichert. Ähnlich wie bei der Beschwerde  zur Vorratsdatenspeicherung arbeitet der FoeBuD daran, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen. Letzter Versendetermin ist der 25. März, später eintreffende Vollmachten können nur noch symbolisch gewertet werden. Die Verfassungsbeschwerde soll bis 31. März beim Bundesverfassungsgericht abgegeben werden. Die Datenschützer wollen erreichen, dass die zentrale Datenbank mit Arbeitnehmerdaten gelöscht wird. Sie sehen darin eine Vorratsdatenspeicherung von Arbeitsstunden, Krankheitstagen und Urlaubstagen. Art und Menge der zusammengetragenen Daten seien "höchst gefährlich" und in dieser Form verfassungswidrig. Eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Sage Software GmbH hat indessen ergeben, dass 40 Prozent der Befragten das ELENA zugrundeliegende Gesetz nicht kennen. 56 Prozent gaben an, nicht von ihrem Arbeitgeber über die Weitergabe ihrer Lohn- und Gehaltsdaten informiert worden zu sein. Dabei seien Arbeitgeber verpflichtet, ihre Mitarbeiter über die Übermittlung der Personaldaten an die Zentrale Speicherstelle zu informieren, teilt Sage mit. Die Forschungsgruppe Wahlen haben vom 10. bis 17. März 2010 insgesamt 1.005 Interviews durchgeführt. Dabei wurden 492 Bürger, die abhängig beschäftigt sind, zum Thema ELENA befragt. ]]> Gewerkschaft kritisiert KDG-Börsengang ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Gewerkschaft-kritisiert-KDG-Boersengang-960028.html/from/rss09 Sibylle Spoo, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat von Kabel Deutschland (KDG), kritisiert den heutigen Börsengang ihres Unternehmens. Während Anteilseigner und Manager Millionen kassierten, müssten Mitarbeiter Lohnsenkungen hinnehmen, um nicht ausgelagert zu werden, sagte sie dem Magazin Focus. Der Lohn für 580 Callcenter-Angestellte sinke zum 1. April um 3 Prozent. Im April und November 2011 folgten weitere Abschläge von 3 und 1,5 Prozent. Schichtzulagen fielen ebenso weg wie die Weihnachtsgelder 2010/2011. Das Einsparvolumen betrage bis 2014 rund 15 Millionen Euro. "Anteilseigner und Manager haben den Beschäftigten empfindliche Gehaltseinbußen abgepresst", sagte Spoo laut dem Bericht. Der Börsengang werde nicht genutzt, um den Beschäftigten etwas zurückzugeben, das sei unanständig. Die KDG-Aktie wird ab heute an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Der Ausgabepreis beträgt laut Mitteilung 22 Euro. Insgesamt werden 34,5 Millionen Aktien ausgegeben. Mit einem Gesamtvolumen von rund 760 Millionen Euro sei es der größte Börsengang in Deutschland seit über zwei Jahren. ]]> Löschgesetz soll Missbrauchsbilder rascher aus dem Netz befördern ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Loeschgesetz-soll-Missbrauchsbilder-rascher-aus-dem-Netz-befoerdern-959998.html/from/rss09 PolitCamp in Berlin am Sonntag Sinn und Zweck des von der Bundesregierung angestrebten Gesetzes zum Löschen von Kinderpornographie umrissen. Im internationalen Kontext sei in diesem Bereich schon "vieles möglich", erklärte der Liberale. Die Frage sei nur, ob die etablierten Verfahren "schnell genug" seien. So sei das Tätigwerden der Strafverfolger derzeit "einfach zu langsam", um im rasanten Kommunikationsmedium Internet "mitzukommen". Hier müsse das Löschgesetz greifen und helfen, die Mechanismen zum Entfernen der Dokumentationen sexuellen Missbrauchs effizienter zu gestalten. Eine stärkere Stellung von Beschwerdestellen wie INHOPE soll dafür sorgen, das unerwünschte Material schneller als über den Dienstweg aus dem Netz zu bekommen, brachte Höferlin ein Beispiel für die potenzielle Ausrichtung des Vorstoßes, an dem derzeit das Bundesjustizministerium arbeite. "In nicht allzu weiter Ferne" werde es dazu einen konkreten Vorschlag geben. Netzpolitiker der FDP stünden dabei im Dialog mit dem Ressort, würden aber nicht direkt an dem Entwurf mitschreiben. Insgesamt gehe es darum, "wie wir effektiv, schnell und angemessen löschen können". Zugleich räumte Höferlin ein, dass es unterschiedliche Positionen bei der Internetgemeinde und dem Koalitionspartner CDU/CSU gebe, inwiefern man das derzeit teils ausgesetzte Zugangserschwerungsgesetz brauche. Klar sei aber, dass es "Sperren mit uns nicht gibt". Es sei deutlich geworden, dass reine Webblockaden "zu keinem Ergebnis führen". Franziska Heine, Initiatorin der Rekordpetition gegen das Gesetz für Websperren, verlangte einen "klaren Zeitplan" für das weitere Vorgehen. "Alle Zweifel" seien für sie erst mit der Aufhebung des Gesetzes beendet. Bis dahin stehe weiter die Frage im Raum: "Müssen wir nach Karlsruhe gehen?" Generell monierte sie, dass es nach der Debatte über die Blockaden zwar "viele Runde Tische und Dialogveranstaltungen" von Regierungs- und Parlamentsseite aus gebe. Es bleibe aber meist beim "Wir reden mal miteinander". Diejenigen, die sich im Netz bewegten und direkt betroffen seien, würden "außen vor gelassen". Für die SPD-Bundestagsfraktion regte Lars Klingbeil an, dass die FDP "im Rahmen einer Koalition der netzpolitischen Vernunft" für die von der Opposition geforderte Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes stimmen solle. Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Zensur und Internetsperren brachte dafür die Variante eines interfraktionellen Antrags ins Spiel, bei dessen Abstimmung der Fraktions- und Koalitionszwang aufgehoben werden könnte und so jedem die Gesichtswahrung ermöglicht werde. Klingbeil versicherte Heine zudem, dass die Petition "verdammt viel bewirkt habe". Jetzt wüssten zumindest alle Parlamentarier, "dass es dieses Internet gibt und Leute darin unterwegs sind". Zugleich versprach der SPD-Politiker, dass es bei der jüngst eingesetzten Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" um eine "grundsätzliche Öffnung der Politik" gehen werde. Klingbeils Ex-Parteikollege und jetzige Pirat, Jörg Tauss, gab dagegen zu bedenken, dass von den Beamten der Bundestagsverwaltung schon jetzt die geplanten "neue Formen" der Bürgerbeteiligung "torpediert" würden. In den vergangenen Legislaturperioden habe sich auch kein Parlamentsausschuss bereit erklärt, ein Gesetzesverfahren einmal durch außerparlamentarische netzpolitische Experten begleiten zu lassen. Höferlin bestätigte, dass sich der Verwaltungsapparat "derzeit nicht in der Lage" sehe, den "Beschluss zu Transparenz" wunschgemäß umzusetzen. Im Anschluss an das Podium war zu hören, dass ein Online-Forum abgelehnt werde, da niemand die zu erwartende Vielzahl an Einträgen kontrollieren könne. Mit Diensten wie Twitter oder Facebook gebe es ferner keinerlei Erfahrung in der Bundestagsverwaltung. (Stefan Krempl) / ]]> Licht per Ethernet ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Licht-per-Ethernet-958543.html/from/rss09 Redwood Systems aus dem kalifornischen Fremont entwickelt wurde, erlaubt es dadurch, die Anschlusskabel gleichzeitig zur Datenübertragung zu nutzen – um beispielsweise Informationen von Sensoren, die auf den Lichtelementen sitzen, an einen zentralen Server zu senden. Die Technik soll ungefähr genauso viel kosten wie ein konventionelles LED-Beleuchtungssystem. Da sich jedoch jede einzelne Lampe im Gebäude überwachen und kontrollieren lässt, kann sich eine Energieersparnis von bis zu 80 Prozent ergeben, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Leuchtdioden gelten bereits jetzt als besonders effiziente und langlebige Beleuchtungsart. Sie laufen mit schwachem Gleichstrom, was allerdings bedingt, dass jedes Lichtelement über einen eigenen Transformator verfügen muss, der den Wechselstrom aus der Stromleitung umwandelt. Redwood Systems geht ganz anders vor: Hier wird der Gleichstrom an zentraler Stelle erzeugt und über die Netzwerkkabel an die LEDs geschickt. Allein diese Zentralisierung reduziere den Energieverbrauch um 10 bis 20 Prozent, sagt Marketingchef Jeremy Stieglitz, der mit einem Verkaufsstart noch in diesem Sommer rechnet.Über die Verkabelung ergibt sich zudem ein Rückkanal: Jedes Lichtelement lässt sich deshalb mit einem billigen Sensorblock ausrüsten, der die Optimierung des Lichtniveaus zulässt und sicherstellt, dass die LEDs stets effizient arbeiten. Solche Messfühler können detaillierte Informationen über das aktuelle Temperaturniveau sammeln oder ermitteln, wo sich Menschen gerade im Gebäude befinden. Stark verteuern soll sich das Redwood-System dadurch nicht – Netzwerkverbindungen zur Datenübertragung und Stromversorgung sind ja in den meisten Gebäuden bereits vorhanden. Mehr zum Thema in Technology Review online:LEDs mit Netzwerkanschluss (Ben Schwan) / ]]> iX-Android-Workshop: Noch 10 Tage Frühbucherrabatt ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/iX-Android-Workshop-Noch-10-Tage-Fruehbucherrabatt-947176.html/from/rss09 Buches "Android – Grundlagen und Programmierung", Markus Pant und Arno Becker. Die Teilnehmergebühr beträgt regulär 440 Euro (netto), bis Ende März 10 Prozent weniger. Weitere Informationen sind auf der iX-Konferenz-Website zu finden.  ]]> Justizministerin hält Vorratsdatenspeicherung für verzichtbar ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Justizministerin-haelt-Vorratsdatenspeicherung-fuer-verzichtbar-959955.html/from/rss09 sagte die FDP-Politikerin dem "Hamburger Abendblatt". Dort werde die alternative "Quick-Freeze-Methode" angewendet, "also das Einfrieren der Daten bei vorliegendem Verdacht". Zudem seien in sechs EU-Staaten die Vorgaben aus Brüssel zur anlasslosen Protokollierung der Nutzerspuren nicht umgesetzt. Es sei zu prüfen, ob die entsprechende Richtlinie überhaupt mit der europäischen Grundrechtscharta vereinbar sei. Auf die Frage, ob das federführende Justizministerium eventuell gar keinen Gesetzesentwurf zur Neufassung der Vorratsdatenspeicherung anhand der Richtschnur des Bundesverfassungsgericht vorlegen werde, erklärte die Liberale: "Wir legen nicht die Hände in den Schoß." Aber das Urteil aus Karlsruhe müsse genau ausgewertet und in die europäische Entwicklung eingebettet werden. Bei einem eventuellen neuen gesetzgeberischen Vorstoß sei auf jeden Fall "die Notwendigkeit und die Sicherheit der gespeicherten Daten zu gewährleisten". Es wäre ihrer Ansicht nach aber "verantwortungslos, einen Zeitplan zu nennen". Den Mahnungen zur Eile ihres Kollegen im Innenressort, Thomas de Maizière, hielt die Juristin entgegen: "Ich dränge ihn ja auch nicht zu Gesetzen." Ihr Ziel ist es, "seriös" mit dem Beschluss des Verfassungsgerichts umzugehen. De Maizière selbst machte gegenüber der "Sächsischen Zeitung" die Ansage, dass sich in der Regierungskoalition bestenfalls "jeder um sein eigenes Ressort kümmert und sich mit anderen abstimmt, aber den anderen nicht so viel hineinredet". Auf diese Weise könne der noch nicht optimale Eindruck von der Arbeit von Schwarz-Gelb verbessert werden. Trotzdem übte er aber erneut Druck aus auf Leutheusser-Schnarrenberger mit der Forderung, "das Urteil zügig und klug in ein neues Recht" zu überführen. Prinzipiell stimme das Motto von früher, dass Polizisten auf die Straße müssten, angesichts neuer Kriminalitätsformen im Internet nur noch zum Teil: "Viele Straftaten müssen am Computer, also am Schreibtisch, aufgeklärt werden." (Stefan Krempl) / ]]> Bitdefender-Update legt Windows-Rechner lahm [Update] ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Bitdefender-Update-legt-Windows-Rechner-lahm-Update-959945.html/from/rss09 Bitdefender eingespielt hat, musste danach mit einer nicht mehr bootfähigen Windows-Installation rechnen. Im Bitdefender-Forum war von fehlenden DLLs und EXE-Dateien zu lesen, die den Systemstart verhinderten. heise online vorliegende Leser-Mails bestätigen die mit dem Update einhergehenden Probleme. Grund des Übels war nach Angaben von Bitdefender ein Fehler im Virenscanner, der zahlreiche Systemdateien irrtümlicherweise als virusverseucht einstufte (Trojan.FakeAlert.5) und deshalb in die Quarantäne verschob. Betroffen waren offenbar nur PCs mit 64-bittigem Windows. Anwender sollten schnellstmöglich einen Patch installieren. Wie mit Boot-Problemen umzugehen ist, beschreibt die Meldung False Positive on Windows 7 X64 auf der Bitdefender-Website. Update: Mittlerweile gibt es eine offizielle Stellungnahme zu dem Problem auf den Webseiten von Bitdefender. ]]> Web-Security-Scanner von Google ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Web-Security-Scanner-von-Google-959931.html/from/rss09 Skipfish genannte Anwendung funktioniert in etwa so wie Nmap, Nessus & Co., soll aber viel schneller zur Sache gehen. Mit heuristischen Methoden erkennt sie vollautomatisch Anfälligkeiten für Cross-Site-Scripting-Attacken, für SQL- und XML-Injection-Angriffe sowie vieles mehr. Eine umfassende Nachbearbeitung der Ergebnisse der Einzelprüfungen soll das Zurechtfinden im abschließenden Bericht vereinfachen. Skipfish ist in reinem C geschrieben und kann nach Angaben von Google locker 2000 HTTP-Anfragen pro Sekunde absetzen – vorausgesetzt der getestete Server verkraftet eine derart hohe Last. In Versuchen in lokalen Netzwerken sollen schon 7000 und mehr Anfragen pro Sekunde abgesendet worden sein, bei moderater CPU-Last und geringem Speicherverbrauch. Google erreicht die hohe Performance mit einem seriellen I/O-Modell, das Antworten asynchron verarbeitet und wesentlich besser skalieren soll als klassische Ansätze mit mehreren Threads, die Anfragen synchron behandeln. Ein optimiertes Handling von HTTP-Verbindungen mit HTTP-1.1-Range-Requests, Keep-alive-Verbindungen und Datenkompression soll die von Skipfish beanspruchte Netzbandbreite im Rahmen halten. Nach eigenen Angaben nutzt Google den Scanner selbst, um eigene Web-Applikationen auf unsichere Schnittstellen zu überprüfen. Google weist allerdings auch darauf hin, dass die Sicherheitsprüfungen alles andere als vollständig sind und etwa nicht den WASC-Kriterien (Web Application Security Scanner Evaluation Criteria ) entsprechen. ]]> Jon Rubinstein macht Netzbetreiber für schlechte Palm-Zahlen verantwortlich ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Jon-Rubinstein-macht-Netzbetreiber-fuer-schlechte-Palm-Zahlen-verantwortlich-959915.html/from/rss09 Ergebnisse des dritten Quartals seines Geschäftsjahres sprach Palm-CEO Jon Rubinstein auch über die Gründe, warum die WebOS-Smartphones des PDA-Pioniers sich nicht so gut verkaufen würden wie erwartet. Er machte vor allem die Unterstützung durch den amerikanischen Netzbetreiber Verizon Wireless dafür verantwortlich, wie nun amerikanische Medien berichten. Mit dem Netzbetreiber Sprint habe man eine Vereinbarung getroffen, dass Sprint das Palm Pre exklusiv vertreiben dürfe und dafür in das Marketing investiere, wird Rubinstein zitiert. Nun ist das Pre auch bei Verizon erhältlich, doch Verizon habe sich vor allem um das Motorola-Smartphone Droid (das in Deutschland unter dem Namen Milestone erhältlich ist) gekümmert. Wenn das Pre früher bei Verizon erhältlich gewesen wäre, hätte es bei den Kunden mehr Aufmerksamkeit erhalten – und da das Pre nach Rubinsteins Ansicht das bessere Smartphone ist, hätten die Verkaufszahlen weit höher gelegen.Diese Diskussion zeigt vor allem, wie wichtig die Netzbetreiber im amerikanischen Markt immer noch sind. In Deutschland war das Pre zwar zunächst exklusiv bei O2 erhältlich, doch konnten interessierte Kunden das Gerät kurze Zeit später auch ohne Providerbindung erwerben und mit Hilfe eines günstigen Discounter-Tarifs betreiben.Elevation Partners, die größte Investorengruppe hinter Palm, hält jedoch weiterhin zu Palm und dem Chef des Unternehmens. Mehr als 400 Millionen Dollar hat Elevation Partners bereits in das Unternehmen investiert, der ehemalige Palm-Chef Ed Colligan wechselte zudem nach der Übergabe des Chefsessels zu der Investorengruppe. Der Aktienkurs von Palm war am vergangenen Freitag auf 4 US-Dollar gesunken, dies markiert den tiefsten Stand seit 14 Monaten. ]]> Novell bezeichnet Übernahmeangebot als "nicht adäquat" ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Novell-bezeichnet-Uebernahmeangebot-als-nicht-adaequat-959877.html/from/rss09 Übernahmeangebot des Hedgefonds Elliott Associates LP – einer der beiden großen Fonds von Elliott Management –  ab. Die gebotene Summe von 5,75 Dollar pro Aktie sei nicht ausreichend, gab Novell am Samstag bekannt. Man werde verschiedene Alternativen prüfen, den Aktienkurs zu erhöhen, so das Unternehmen weiter. Darunter seien verschiedene finanzielle Transaktionen, strategische Partnerschaften und Allianzen, aber auch der Verkauf des Unternehmens. Bis zu einer Entscheidung über die Zukunft soll die Produktentwicklung weitergeführt werden. ]]> EU-Kommission vereinfacht Handy-Telefonate auf See ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Kommission-vereinfacht-Handy-Telefonate-auf-See-959827.html/from/rss09 Handy-Gesprächsgebühren und Datenroaming-Verordnungen geht die Europäische Union nun den Mobilfunk auf Europas Meeren an. Bislang stehen Mobilfunkdienste auf Kreuzfahrtschiffen und Fähren nur in begrenztem Umfang zur Verfügung, unter anderem macht die Kommission dafür 27 unterschiedliche nationale Rechtsvorschriften verantwortlich, die durch den EU-Beschluss nun harmonisiert werden sollen. Als Zielgruppe sieht die EU mehrere Millionen Menschen, die auf Schiffen in europäischen Territorialgewässern reisen oder arbeiten. Diese sollen in Zukunft über an Bord installierte Picozellen telefonieren und Kurznachrichtendienste nutzen können; die Verbindung mit den Zielen erfolgt nach Willen der EU über Satelliten. Der Beschluss gewährleistet nach Angaben der früher für Wettbewerb und jetzt für IT-Gesellschaft und Medien zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes, dass Funkfrequenzen im 900- und 1800-MHz-Band für bordeigene Kommunikationsdienste unter harmonisierten technischen Voraussetzungen und Betriebsbedingungen zur Verfügung stehen. Er soll zudem sicherstellen, dass bordeigene Mobilfunkdienste keine funktechnischen Störungen in landgestützten Netzen verursachen, damit sich Mobilfunknutzer an der Küste nicht unbeabsichtigt in bordeigene Systeme einbuchen.Die Kommission sieht jedoch nicht nur Reisende und Schiffspersonal als Nutznießer: Durch entsprechende Sensoren in Containern, etwa auf Frachtschiffen, könnte die durchgehende maritime Mobilfunkanbindung auch die Echtzeit-Überwachung transportierter Güter erlauben. So kann beispielsweise die Temperatur und Feuchtigkeit in einem Container fernüberwacht werden, um jederzeit die Qualität der mit dem Schiff beförderten Waren zu kontrollieren.Die EU-Mitgliedstaaten haben nun zwölf Monate Zeit, um die betreffenden Funkfrequenzbänder für bordeigene Mobilfunkdienste auf Schiffen freizumachen und ihre nationalen Vorschriften anzupassen. Außerdem sollten sie die Verbraucher über die Bedingungen für die Mobilfunknutzung auf Schiffen angemessen informieren. ]]> Preise und Spezifikationen der Fermi-Grafikkarten ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Preise-und-Spezifikationen-der-Fermi-Grafikkarten-959845.html/from/rss09 vr-zone.com geschehen. Im Forum befindet sich zudem auch ein Foto der finalen GT480-Grafikkarte. Danach soll die GeForce GTX 480 wie vorab schon vermutet nur mit 480 Shadern arbeiten und mit 700 MHz Kernfrequenz laufen (Shader 1401 MHz, Speicher 1848 MHz). Der GDDR5-Speicher von 1536 Mbyte ist über 384 Bit angeschlossen. Der Preis soll bei 500 US-Dollar liegen. Mit 250 Watt TDP liegt der Energieverbrauch relativ hoch – etwa so hoch wie der der ATI Radeon 5970 mit zwei 5870-GPUs. Die Performance soll aber nur knapp über einer Radeon 5870 liegen. Die kleinere GTX 470 beschränkt sich gemäß VR-Zone auf 448 Shader mit 607 MHz Kern-, 1215 MHz Shader- und 1674 MHz Speichertakt. Der mit 320 Bit angeschlossene GDDR5-Speicher ist 1280 MByte groß. Der Preis soll bei rund 350 US-Dollar liegen und der maximale Verbrauch (TDP) bei 225 Watt. Ihre Performance liegt nach VR-Zone etwa 5 bis 10 Prozent über denen der ATI Radeon 5850, was auch den Werten entspricht, die heise online anlässlich der CeBIT veröffentlicht hat. Eine mit allen 512 vorhandenen Shadern laufende GF100 würde laut VR-Zone bei 700/1400/1848 MHz Takt etwa 295 Watt (TDP) verbrauchen. ]]> Erneut Mariposa-Virus auf Vodafone-Smartphones ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Erneut-Mariposa-Virus-auf-Vodafone-Smartphones-959815.html/from/rss09 Magic befinden, es seien jedoch auch andere Geräte betroffen. Ein Sprecher des Netzbetreibers sagte Cnet, dass es sich um ein lokales Problem handele. Vodafone hätte die betroffenen Kunden identifiziert und würde ihnen neue Speicherkarten schicken. Auch würde Vodafone die Kunden mit Tools versorgen, die die Integrität ihrer Geräte wieder herstellen werde. Der erste Befall eines HTC Magic mit dem Virus wurde vor wenigen Tagen bekannt, der Schädling kann dem Android-Smartphone jedoch nichts anhaben. Erst beim Anschluss des Gerätes an einen Windows-PC versucht der Bot, Kontakt mit einem Command&Control-Server aufzunehmen. Aktuelle Antiviren-Software erkennt den Virus. ]]> Bericht: Verfahren gegen Ricke und Zumwinkel werden eingestellt [Update] ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-Verfahren-gegen-Ricke-und-Zumwinkel-werden-eingestellt-Update-959784.html/from/rss09 Verfahren gegen Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel nun doch einstellen. Dies habe Oberstaatsanwalt Fred Apostel auf Anfrage bestätigt, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Trotz einiger Indizien, wonach die Telekom-Spitze Gewerkschafter und Journalisten bespitzeln ließ, um undichte Stellen zu enttarnen, "konnten wir ihre Einlassungen letztendlich nicht widerlegen", zitiert das Magazin den Behördensprecher. Die Bonner Ermittler werden laut dem Magazin vier Verdächtigen aus der zweiten Reihe den Prozess wegen Untreue und illegaler Auswertung von Telefonverbindungsdaten machen. Die Staatsanwaltschaft Bonn war am Wochenende für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen. In der Affäre geht es um die Bespitzelung von Aufsichtsratsmitgliedern, Betriebsräten und Journalisten. Konzernmitarbeiter hatten durch den Abgleich von Verbindungsdaten von Aufsichtsräten und Medienvertretern versucht, eine undichte Stelle über die Weitergabe von internen Informationen zu schließen. Im Frühjahr 2008 war die Spitzelaffäre öffentlich geworden und hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der frühere Postchef und Telekom-Aufsichtsrat Zumwickel hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt und von vorneherein nicht mit einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft gerechnet. [Update]:Die seit 2008 laufenden Ermittlungen im Telekom-Datenskandal sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bonn noch nicht abgeschlossen. "Wir warten immer noch auf eine Entscheidung des zuständigen Amtsgerichts Bonn über die Vernehmung einer zentralen Person", sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel gegenüber dpa. Solange diese Entscheidung nicht getroffen sei, könne man zum Ausgang desVerfahrens keine Angaben machen. (dpa) / ]]> Politik 2.0 im Twitter-Rausch ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Politik-2-0-im-Twitter-Rausch-959808.html/from/rss09 PolitCamp am gestrigen Samstag in Berlin eine Lanze für die direkte Kommunikation mit ihren "Followern". "Ich schreibe kaum noch Presseerklärungen", meinte die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken, Halina Wawzyniak. "Ich mache es über Twitter oder einen Blogeintrag." Auch Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion der Grünen, sieht in Diensten wie Twitter die "Chance, auch vorbei an den Monopolen der großen Kanäle Informationen zu verbreiten". Nebenbei erfahre man beim Zwitschern "viel über Internet und Politik" und werde mit nützlichen Links versorgt. Als gewöhnungsbedürftig empfand der Volksvertreter aber die bei der Konferenz hinter dem Rücken der Podiumsteilnehmer aufgestellte TwitterWand, die viele der angemeldeten rund 900 Besucher sehr rege für virtuelle Zwischenrufe und Kommentare nutzten: "Man sollte uns einen Spiegel hinstellen, sonst haben wir morgen alle Nackenstarre." Konform mit seinen Parlamentskollegen ging Burkhardt Müller-Sönksen, Medienexperte der FDP-Fraktion. Politiker können seiner Ansicht nach durch eigene Direktangebote im Web 2.0 das erzählen, was sie "pur meinen". Die eigenen Äußerungen würden nicht aufbereitet durch die Presse. Die Abgeordneten müssten dabei auch in der Lage sein, selbst Beiträge in entsprechende Dienste einzustellen. Die entsprechende Kommunikation dürfe nicht auf Mitarbeiter abgewälzt werden, sondern müsse "authentisch" sein. Die als Twitter-Begeisterte geltende Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bedauerte nur, dass "die etablierten Printmedien" den Dienst und die ihm eigene Kommunikationsform "nicht kapieren". Die "Twitter-Logik" werde dort "durch den Kakao gezogen" nach dem Motto: "Was schreibt die da für beknackte Sachen." Die CDU-Politikerin fühlt sich daher seit ihrem Antritt als Ressortleiterin "unter verschärfter Beobachtung". Das Twittern falle ihr inzwischen "schwerer als vorher". Große Meinungsverschiedenheiten gab es in der Frage, inwiefern das Netz und seine Beteiligungsmöglichkeiten neue Formen einer direkteren Demokratie erlaubten oder gar erforderten. "Die Bevölkerung muss die Chance haben, über einzelne Fragen abzustimmen", betonte Wawzyniak. Dies dürfe aber "nicht allein übers Netz" ablaufen. Prinzipiell begrüßte die Linke die direkte Stimme des Volkes, da dessen Vertreter "nicht schlauer sind als die Bevölkerung". Müller-Sönksen bekundete dagegen seine "große Angst vor einem Plebiszit". Die repräsentative Demokratie sei wichtig, um etwa in einer aufgeputschten Stimmung Schnellschüsse zu vermeiden. Auch Beck mahnte zur Vorsicht: Seiner Ansicht nach wäre etwa bei einer direkten Volksabstimmung über die Einführung von Websperren im Kampf gegen Kinderpornographie "die Bild-Zeitungs-Community am Ende stärker gewesen als die Netz-Community". Viele Leute seien zunächst "für Law and Order" und würden erst später über die Konsequenzen nachdenken. Martin Stadelmaier, Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, bezeichnete es als "Kunst der Politik", widerstreitende und unversöhnliche Interessen "zu etwas zusammen zu binden, was dann in der Gesellschaft eine mehrheitliche Akzeptanz erreicht". Bürgerbeteiligung übers Netz sei "eine gute Sache". Der SPD-Politiker warf aber auch die Frage auf, was die immer wieder zu vernehmende Forderung konkret heißen solle, "mehr auf die Netzgemeinde" zu hören. Letztlich müssten Kompromisse erzielt werden. Zudem gab er zu bedenken, dass ein rein elektronisches Abstimmen derzeit nicht in Frage komme: "Wir sind bis jetzt nicht in der Lage, zuverlässige Wahlmaschinen zur Verfügung zu stellen." Teils auch als "Bildungsaufgabe" zur Erweiterung des Kenntnisstands vieler Abgeordneter über das Netz soll laut Beck die vom Bundestag jüngst eingesetzte Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" dienen. Zugleich kündigte er an, dass die Grünen als einen ihrer beiden Sachverständigen Markus Beckedahl von Netzpolitik.org auserkoren hätten. Für die Linken seien Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) und Annette Mühlberg von der Gewerkschaft ver.di als externe Experten dabei, verriet Wawzyniak. Ihr persönliches Anliegen sei es vor allem, die Kommission "in die Gesellschaft hineinzutragen". Sie drängte daher auf öffentliche Sitzungen, um eine "Sensibilisierung für dieses Thema" hinzubekommen. (Stefan Krempl) / ]]> Was war. Was wird. ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-war-Was-wird-959798.html/from/rss09 sonntägliche Wochenschau ist Kommentar, Ausblick und Analyse. Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich. Was war. *** Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Bürger und Bürgerinnen! Der freie deutsche Arbeiter- und Bauernstaat blickt mit Abscheu auf das Treiben in der BRD. Heute geht unser Blick nach Hannover, der Hauptstadt der norddeutschen Tiefebene, wo in all seiner Flachheit der deutsche Straßenroller erfunden wurde. In dieser Stadt sind wir wieder einmal Zeuge, wie der Kapitalismus die Hirne vergiftet und Politiker willig katzbuckeln. In dieser Stadt lebte und arbeitete Dieter Oesterlen, der nach der Befreiung vom Faschismus am Leineschloss für die Demokratie einen denkmalswürdigen Plenarsaal baute. Ganz bewusst verzichtete Oesterlen auf Fenster, damit sich die Volksdiener auf ihre Arbeit konzentrieren können. Heute ist das alles vergessen, heute wird der denkmals-"geschützte" Bau nach einem Beschluss des Parlamentes abgerissen und durch einen Glasbau ersetzt, in dem sich die Eitelkeit und Geschwätzigkeit des Kapitalismus spiegeln kann. 45 Millionen Euro werden dafür ausgegeben, dass drei Tage im Monat die Repräsentaten einer Demokratie zusammenkommen, die alles andere ist als eine demokratische Vertretung der arbeitenden Menschen. So sehen wir wieder einmal, dass der Feind keine Kultur hat und dort, wo noch Kultur war, mit Glas Transparenz simulieren will. Wie anders sieht da unser wunderschöner Palast der Republik aus, ein souveränes, gepflegtes Rasenstück, das den Willen des Volkes symbolisiert: Nie wieder Krieg, nur Federball! *** Heute vor 50 Jahren startete das Westfernsehen im Ostfernsehen. Nach 1519 Sendungen verabschiedete sich Karl-Eduard von Schnitzler ungebrochen von der bekanntesten Remix-Kultursendung Deutschlands. Der Schwarze Kanal soll einen Vorgänger in der BRD gehabt haben, doch die einzige Alternative zum Kapitalismus, die Bilder aus dieser unmenschlichen Welt brachte, die sich jeden Montag mit dem "Feind im Äther" auseinandersetzte, hatte ein eigenes Kaliber. In der DDR entstand dank der unermüdlichen Agitation von Schnitzler der Eindruck, dass im Westen objektiv berichtet wird: Dieser Montagsmaler hat ganze Arbeit geleistet. Täglich wurde ihm eine versiegelte Aktentasche gereicht für seine giftigen Notate. Heute hätte er Google-Alerts eingerichtet, mit Hunderten von Alerts wie Abrüstung oder Nuklearwaffenkonvention. Und würde mit Helmut Schmidt gegen die Waffen wetternd einträchtig eine Zigarette rauchen. *** Von Journalistenschülern in Leipzig befragt, was denn Journalismus sei, hat von Schnitzler geantwortet: "Es ist Abkehr von jeder Illusion, das heißt: schonungslose Analyse der Wirklichkeit. Nur sie kann uns zu einer eigenen und vor allem richtigen Meinung verhelfen. " Gut möglich, dass er glaubte, seine Arbeit sei eben diese schonungslose Analyse. Wie wichtig die Analyse heute ist, zeigt die weiterhin geführte Diskussion über Nacktscanner, die Datenschützer skeptisch betrachten. Wer eine Waffe in ein Schnitzel einpackt, kommt durch. Ähnlich effektiv arbeiten offenbar wünschelrutenartige Bombendetektoren. Diese Placebo-Wedel sollen eine gänzlich verbesserte Version des Unsinns darstellen, die vom Sicherheitsspezialisten Markus Kuhn als kompletter Fake enttarnt wurde. Man könnte drüber lachen wie über deutsche Politiker, die Browser verhaften wollen, wenn, ja wenn nicht Menschen mit diesem Mist nach tödlichen Bomben gesucht haben und Menschen gestorben sind, weil diese "Technik" gar nichts finden konnte. Dann wären da noch die Menschen, die das "Sezieren" der Smartcard anprangern, weil diese gefährlichen Hacker, die Cracker und die Knacker auf Firmengeheimnisse scharf sind und die Volkswirtschaft bedrohen. Sie muss man nicht verlinken. Und: Bis zur genauen Untersuchung der Innereien durch Fachleute und aufmerksam die Sache verfolgende Journalisten halte ich diesen HEDD1 (PDF-Datei) für genauso sinnvoll wie einen Busenwärmer mit USB-Anschluss, der nur eine Mamma auftaut. *** Entgegen manch triumphaler Geste ist die Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung noch lange nicht beendet, sondern steht an einem neuen Anfang. Das kann man an den gedrechselten Äußerungen der zuständigen Ministerin erkennen oder am Sprecher des AK Vorrat, der auf dem #lawcamp das Urteil als Rückschritt bezeichnet hat. Ist es vielleicht so, dass im Namen einer Ideologie des Datenschutzes hier Herrschaftswissen der besonderen Art vor den Garnixnerds gesichert wird, wie es die Altlinken gerne posaunieren: "Autofahren ist klassenübergreifend, Computerbenutzung auch. Aber vor allem Selbständige und Multiplikatoren haben Berufs- und Wettbewerbsgeheimnisse. Wer ihnen hier hineinpfuscht, stößt auf das besonders große Protestpotential von Rechtsanwälten und Journalisten sowie des Medienkapitals." Der Volkszorn, der so angeblich erzeugt wird, ist billig gesteuertes Eigeninteresse. Man sollte in jedem Fall nicht verheimlichen, dass es auch Positionen gibt, die die Vorratsdatenspeicherung gegen den Staat gewendet für eine gute Sache halten. Denn nur so ist die Chance da, dass dokumentiert werden kann, wie nicht die pöhsen Chinesen, sondern ein Doktorand des Hasso Plattner-Institutes die missliebige Meinung eines akademischen Außenseiters abschalten will. *** Derweil nehmen die Debatten um das Denken im Zeitalter des Internets an Fahrt auf, mit etwa 20 Jahren Verpätung. Kann man sich eigentlich noch um das Denken kümmern, wenn iPhone Äpps für Zweijährige auf dem Markt erscheinen? Wer so jung konditioniert wird, kann gar nicht mehr die Kontrolle verlieren und Eintauchen in die aufgeschlämmte Welt der digitalen Bohème, die sich schon deshalb über Kontrollen á la Elena lustig machen kann, weil sie noch nie einen richtigen Lohnzettel gesehen hat. Die 35 Millionen Datensätze, das sind die Anderen. Wer so urteilt, fährt Vollgas in einer Sackgasse. Das mag überraschend enden, ganz im Sinne eines bekannten Preises für die Exculpation aus dem Gen-Pool. Dagegen muss man festhalten, dass es immer Unser Denken ist, das das Internet lenkt. Dazu gehören auch die Begehrlichkeiten unterdrückender Mächte, unser freies Denken zu kontrollieren und zu unterdrücken. Ja, wenn die Verhältnisse zum Tanzen gebracht werden sollen, dann braucht es bewegliche Datenschützer, die Tango tanzen können, natürlich den Libertango. Und wenn dann noch Pamela im roten Kleid auftaucht, weil dieser Prozess sich als Farce entblättert, .... dann lächelt Chuck Norris versonnen und knutscht Karl-Eduard von Schnitzler. Darüber berichtet dann Ingo Mocek, und alles ist in Butter. Ich erzähle dann im nächsten WWWW, wie mir Bill Gates eingeschlafen ist, mitten im Interview. Welchselbiges nicht schnarch, röchel, rrhumpfss endete, wir sind ja Profis. Was wird. Bill Gates? Die kommende Woche beginnt mit dem Versuch, mit der längsten Schlange vor einer Toilette ins Guiness-Buch der Rekorde zu kommen. Das hört sich blöd an, hat aber einen ernsten Hintergrund, den der Weltwassertag vermitteln soll. Man muss einfach ein Stück weiter denken und an all den Phosphor erinnern, den eine echte Bewirtschaftung des Urins zurückgewinnen (PDF-Datei) kann, wie es kämpferisch hier festgestellt wird: "Urine is a potential source of the mineral. So far, there is no indication that Bill Gates wants to monopolise world supplies of urine: this may be because it's complicated to do so. To capture, value, and reuse urine requires a multi-dimensional transformation in how we think about and treat sewage. Technologies, regulations, business models - and especially attitudes and behaviour - all have to change." Intelligenter Pinkeln, das ist die Losung. Ob es eine Lösung ist, werden wir ja sehen. (Hal Faber) / ]]> Länder verteidigen neue Auflagen zum Jugendmedienschutz ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Laender-verteidigen-neue-Auflagen-zum-Jugendmedienschutz-959788.html/from/rss09 Entwurf für einen neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) gegen anhaltende Kritik in Schutz genommen. "Es geht nicht darum, dass für Erwachsene Inhalte nicht zugänglich sind", betonte der SPD-Politiker am heutigen Samstag auf dem PolitCamp 2010 in Berlin. Kernidee der Novellierung sei es vielmehr, dass Kinder und Jugendliche ein für ihr Alter angemessenes Internetangebot bekämen. Dafür sollten Eltern die Möglichkeit erhalten, über Jugendschutzprogramme für gewisse Altersgruppen und damit für ihre Schützlinge nicht geeignete Online-Inhalte zu blockieren. Zur technischen Realisierung der Filtersysteme wird laut dem Staatssekretär ein "einfaches Identifikationsverfahren" in Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) geschaffen, "wo sich jeder selbst einschätzen kann". Im Gegenzug werde der entsprechende Inhalte-Lieferant "von der Haftung freigestellt", solange er nicht klar gegen Jugendschutzauflagen verstoße. Stadelmaier unterstrich, dass auch Blog-Betreiber Verantwortung für ihre Inhalte hätten und an dem Ratingverfahren teilnehmen sollten. Wer dies nicht tue, müsse in Kauf nehmen, dass Eltern ihre Webseiten ausblenden würden, wenn sie sich für den Einsatz eines entsprechenden Jugendschutzprogramms einsetzten. Der Ländervertreter räumte ein, dass gerade Produzenten aus der Rundfunkwelt alternativ auch weiterhin "Sendezeitbegrenzungen" im Internet vornehmen könnten. Zudem bestehe nach wie vor die Möglichkeit, als "Ultima Ratio" die Sperre von Webseiten anzuordnen. Dies geschehe aber "in deutlich anderer Form" als beim teils auf Eis gelegten Zugangserschwerungsgesetz. So müssten konkrete Inhalte auf Basis eines Verwaltungsaktes blockiert werden, der beklagbar sei. Es gebe keine allgemeine Schwarze Liste. Das Verfahren sei als letztes Mittel nötig, "wenn einer unbelehrbar ist". "Bestimmte Sachen" wie Kinderpornographie, nationalsozialistische Symbole oder Rassenhass dürfen im Netz eben nicht verbreitet werden. Generell habe der JMStV in Europa bereits in seiner jetzigen Form eine Vorbildfunktion eingenommen, führte Stadelmaier weiter aus. Der Kritik am wenig durchsichtigen Verfahren der Verabschiedung von Staatsverträgen hielt er entgegen, dass die Landesparlamente "natürlich beteiligt" würden. Der jüngste Entwurf von Mitte März sei zudem gerade ins Internet gestellt worden und werde nun den Ministerpräsidenten zur Entscheidung vorgelegt. Danach gehe das Vorhaben in die Parlamente. Dass man nicht vorab stärker selbst in die Öffentlichkeit gegangen sei, habe daran gelegen, dass die Initiative "ewig lang außer einer speziellen Community keinen interessiert hat". Thomas Jarzombek, ehemaliger Landespolitiker in Nordrhein-Westfalen und inzwischen CDU-Bundestagsabgeordneter, bezeichnete die skizzierte demokratische Beteiligung als Farce. Er sprach von einem "Sieg der Bürokratie über die Parlamente". So werde das Konstrukt mehr oder weniger hinter verschlossenen Türen von den Rundfunkreferenten ausgehandelt. Dann heiße es: "Friss oder stirb." Änderungen durch die Volksvertreter seien nicht vorgesehen. Der gewählte Ansatz mit Selbstbewertung von Seiten und darauf basierenden Filtern funktioniere zudem vielleicht bei 7-, aber nicht mehr bei 14-Jährigen. Ergebnis sei, dass die Schutzprogramme rasch wieder ausgeschaltet würden. Das ganze Rating wäre damit vergebens. Im Namen des Chaos Computer Clubs (CCC) vermisste Constanze Kurz "ein Stück weit die Sensibilität" der Länder nach der "ganzen Debatte" um Websperren durch das Zugangserschwerungsgesetz. Die Umsetzung der angegebenen Ziele sei einfach "verbesserungswürdig", da müssten die Länder noch einmal "ein Stück zurückgehen". Die Netz-Community habe die Sache mit den Sendezeiten zudem prinzipiell abgeschreckt. Zudem gebe es nach wie vor keine klare Definition des Begriffs des "Anbieters" von Inhalten. Letztlich klinge die ganze Initiative "schwer nach 60er- und 70er-Jahre-Rundfunk". Stephan Dreyer vom Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung lobte prinzipiell den Weg hin zu Jugendschutzprogrammen. Dieses Konzept sei zwar schon lange im JMStV vorgesehen, aber auch sieben Jahre nach Inkrafttreten des Normenwerk sei noch keine einzige entsprechende Software von den Jugendschützern akzeptiert worden. Der Gedanke, die Eltern selbst zum Steuern in die Lage zu versetzen, sei begrüßenswert. Allerdings dürfe es keine praktische staatliche Verpflichtung zur Selbstkennzeichnung geben. Nicht bewertete Seiten seien insofern nicht automatisch als "ab 18" einzustufen. Zudem müssten die Programme so leicht verständlich sein, dass sie normale Anwender nutzen könnten. (Stefan Krempl) / ]]> CUDA 3.0 verfügbar ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/CUDA-3-0-verfuegbar-959778.html/from/rss09 GeForce GTX 470 mit seiner neuen Grafikarchitektur Fermi erst Ende März vorstellen. Zur Vorbereitung hat der Grafikchiphersteller nun das CUDA-3.0-Entwicklerpaket für Windows, Linux und MacOS bereitgestellt. Mit Werkzeugen wie CUDA oder ATIs Stream können Programmierer die zahlreichen Prozessorkerne in modernen Grafikchips für massiv parallele Datenverarbeitung nutzen (GPGPU, General-Purpose Computation on Graphics Processing Unit). Einige der wesentlichen Neuerungen bei CUDA 3.0 sind Unterstützung für die Fermi-Architektur inklusive 64-Bit-GPUs, paralleles Ausführen der Kernel sowie Support für Hardware-Debugging und -Profiling. C++-Programmierer profitieren von der eingeführten Vererbung bei Klassen und Templates. Außerdem hat Nvidia das API für Direct3D und OpenGL vereinheitlicht. Wie das Dr. Dobb's Journal meint, werden insbesondere Forscher auf dem Gebiet der Quantenchromodynamik von CUDA 3.0 profitieren: Sie sollen dann ihre rechenaufwändigen Simulationen auf GPGPU-bestückten PCs statt auf großen Rechnerclustern laufen lassen können. ]]> Vorerst kein Android 2.1 für Motorolas Milestone ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorerst-kein-Android-2-1-fuer-Motorolas-Milestone-959773.html/from/rss09 berichten, hat Motorola das Update auf die Android-Version 2.1 für sein beliebtes Smartphone Milestone – in den USA unter dem Namen Droid verbreitet – auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. Ursprünglich sollte das Update in den USA ab Donnerstag mittag in Schritten von bis zu 250 000 Geräten gleichzeitig ausgeliefert werden. Über die Ursache der Verzögerung kursieren verschiedene Spekulationen: Angeblich habe sich kurz vor der Freigabe ein gravierender Softwarefehler bemerkbar gemacht. Alternativ heißt es, Motorola habe vom Rollout vorerst Abstand genommen, weil das gleichzeitige Ausliefern an bis zu 250 000 Milestones das US-Mobilfunknetz zu überlasten drohe.Android 2.1 soll beim Milestone unter anderem Funktionen wie Zoomen per Multitouch, animierte Hintergrundbilder, Apps für Google Maps, Wetterberichte und Nachrichten sowie verschiedene Fehlerkorrekturen mitbringen. ]]> Russischer Mathematiker erhält Millennium-Preis ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Russischer-Mathematiker-erhaelt-Millennium-Preis-959752.html/from/rss09 Grigori Perelman soll einen von sieben Millenium-Preisen bekommen, die das Clay-Institut für Mathematik (CMI) im Jahr 2000 ausgelobt hatte. Wie das Institut am Donnerstag mitteilte, erhält Perelman den Preis für seine Beweisführung zur Poincaré-Vermutung. Sie gehört zu den sieben Aufgaben, für deren Lösung das CMI jeweils einen seiner mit einer Million US-Dollar dotierten Preise vergibt. "Der von Perelman gefundene Beweis für die Hypothese von Poincare bildet den Abschluss einer Lösungssuche, die ein ganzes Jahrhundert gedauert hat", sagte CMI-Präsident James Carlson anlässlich der Bekanntgabe. Sie sei ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der Mathematik, an die man sich noch lange erinnern werde. Ob Perelman, den russische Medien als extrem pressescheu und zurückhaltend beschreiben, den Preis auch annehmen wird, ist indessen offen. Der Wissenschaftler hatte bereits 2006 für dieselbe Leistung die Fields-Medaille erhalten sollen. Sie gilt Mathematikern als Äquivalent zum Nobelpreis. Perelman hatte die Medaille jedoch ausgeschlagen. ]]> Bericht: T-Mobile bereitet Start von Apples iPad vor ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-T-Mobile-bereitet-Start-von-Apples-iPad-vor-959720.html/from/rss09 Euro am Sonntag in ihrer heutigen Ausgabe. Dem Bericht zu Folge hat der Mobilfunker in Kooperation mit einem namentlich nicht genannten Medienhaus mehrere Marktforschungsinstitute mit der Untersuchung verschiedener Preis- und Tarifmodelle beauftragt. Die Zeitung beruft sich dabei auf "informierte Kreise". Im Gespräch sei demnach eine Flatrate für Neukunden für 35 Euro im Monat, Bestandskunden sollen 25 Euro im Monat zahlen. Neben den Pauschaltarifen soll es dem Bericht zu Folge auch Angebote auf Tages- oder Volumenbasis geben. Ein T-Mobile-Sprecher bezeichnete die Informationen gegenüber heise online als "ungelegte Eier" und wollte sich zu den Bericht nicht weiter äußern. Das iPad soll in den USA ab Anfang April verkauft werden. Derzeit hat Apple aber noch Schwierigkeiten, mit Medienhäusern über die Bedingungen für die Lieferung von Inhalten einig zu werden. In der EU soll das iPad erst Ende April auf den Markt kommen. Einzelheiten zu Providern und Inhaltelieferanten sind aber noch nicht bekannt. Nach Einschätzung von Experten gehört T-Mobile zu den Favoriten, da der Mobilfunker in Deutschland bereits das iPhone exklusiv anbieten darf. Allerdings sei offen, ob es auch für das iPad nur einen exklusiven Vertriebspartner geben wird, sagte Gartner-Analystin Carolina Milanesi. ]]> Sicherheitslücke in Firefox 3.6 gestopft ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Sicherheitsluecke-in-Firefox-3-6-gestopft-959713.html/from/rss09 bekannte Sicherheitslücke in Firefox 3.6 unter Windows gibt es mittlerweile einen Fix, der laut Mozilla-Blog in der für am 30. März geplanten Version 3.6.2 enthalten ist. Wer nicht so lange warten will, kann die aktuelle Beta dieser Version installieren. Der Exploit erlaubt Angreifern aus der Ferne, die Kontrolle über einen PC zu bekommen. Secunia stuft das Problem in seinen Advisories als hochkritisch ein, das BürgerCERT empfiehlt die Nutzung anderer Browser, bis das Problem beseitigt ist. Bekannt wurde die Sicherheitslücke, als der russische Sicherheitsdienstleister Intevydis seinen Kunden einen Windows-Exploit dafür zur Verfügung stellte. Intevydis verhält sich gegenüber Herstellern, in deren Produkten sie Sicherheitslücken entdecken, wenig auskunftsfreudig, und verkauft sein Wissen. Das erklärt die lange Zeit, die bis zum Fix des Firefox-Problems verstrichen ist. Der Entdecker Evgeny Legerov hatte mit seinem Fund zunächst angegeben ohne Details zu nennen, später aber die Mozilla-Entwickler kontaktiert. ]]> Wissenschaftler: Schädliche Wirkung von Porno auf Jugendliche ist Fiktion ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Wissenschaftler-Schaedliche-Wirkung-von-Porno-auf-Jugendliche-ist-Fiktion-959704.html/from/rss09 JMStV, PDF-Datei) vorsieht, lehnt der Forscher daher ab. Der Wissenschaftler hat dazu gut ein Dutzend Studien zum Thema gesichtet und eigene Untersuchungen hinzugezogen. Sein Fazit ist eine Ohrfeige für den deutschen Jugendmedienschutz: Verbote helfen Jugendlichen nicht nur nicht, sie schaden ihnen sogar, meint Starke. Nicht der Konsum einfacher Pornographie, sondern erst das Verbot und die damit einhergehende soziale Ächtung könne Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Ein Verbot könne den Konsum nicht verhindern, sondern sorge letztlich nur für Schuldgefühle bei Jugendlichen. Das Strafgesetzbuch kriminalisiere schon Nacktbilder, die Jugendliche von sich selbst ins Netz stellen. Erotikanbieter Huch sieht sich durch das Gutachten in seiner Forderung nach einer Abschaffung des Verbots einfacher Pornographie im Strafrecht und im JMStV bestätigt. Er habe das Gutachten bereits an die Ministerpräsidenten der Länder und die Länderparlamente gesandt, sagte Geschäftsführer Tobias Huch. Auch wenn Jugendliche und Erwachsene vor ungewollter Konfrontation mit Pornographie zu schützen seien, für gesetzliche Pauschalverbote fehle jede Rechtfertigung. In der kommenden Woche beraten die Ministerpräsidenten der Länder die Neufassung des JMStV und könnten sich dabei für eine weitere Verschärfung des Pornographieverbotes aussprechen. Künftig sollen auch Darstellungen verboten sein, "die in sonstiger Weise pornographisch sind". Das geht Huch eindeutig zu weit. Im Falle eines Falles will er gegen die beteiligten Behörden wegen einer Amtspflichtsverletzung vorgehen. Ob die Studie den Gesetzgeber verpflichtet, die Schädlichkeit von Pornographie künftig anders zu bewerten, wie Huch behauptet, ist unter Juristen allerdings umstritten. Aktuell macht der Gesetzgeber von seinem Vorrecht Gebrauch, bei wissenschaftlich unsicherer Datenlage selbst zu entscheiden, wie das Gefährdungspotential einzuschätzen ist. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) kämpft unterdessen an einer anderen Front. In einer Mitteilung wehrte sich die KJM gestern gegen die aus ihrer Sicht völlig ungerechtfertigten Vorwurf, dass mit dem neuen JMStV eine Zensur stattfinde. Von verschiedenen "falschen Sachverhaltsdarstellungen" ist in der Mitteilung die Rede. Unter anderem gebe es weder im bisherigen, noch im aktuellen Novellierungs-Entwurf "eine neue Sperrverpflichtung für Zugangsvermittler". Sperrungsverfügungen seien vielmehr bereits seit Jahren nach geltender Rechtslage möglich. (Monika Ermert) / ]]> Medwedew nennt Standort für "russisches Silicon Valley" ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Medwedew-nennt-Standort-fuer-russisches-Silicon-Valley-959688.html/from/rss09 veröffentlichte "Innovations-Anzeiger" für 2009. ]]> US-Firma VirnetX macht Patentverletzungen auch in Windows 7 und Server 2008 geltend ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Firma-VirnetX-macht-Patentverletzungen-auch-in-Windows-7-und-Server-2008-geltend-959682.html/from/rss09 6,502,135) und eine Methode für sichere Kommunikationsverbindungen in Virtuellen Privaten Netzwerken (US-Patent Nr. 7,188,180). Wenige Tage zuvor war Microsoft wegen vorsätzlicher Verletzung der beiden Patente zu einer Schadensersatzzahlung von 105 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Von dem Urteil, gegen das Microsoft Rechtsmittel einlegen will, waren die erst später erschienen Betriebssystem-Versionen Windows 7 und Server 2008 R2 nicht umfasst. Microsoft wolle die Herausforderung annehmen, gab Kevin Kutz, Redmonds Direktor für Öffentlichkeitsarbeit, US-Medien zu folge bekannt. Man glaube nicht, dass Microsoft diese Patente verletze, außerdem sei man überzeugt, dass diese Patente nichtig sind. Laut VirnetX hat die US-Patentbehörde inzwischen jedoch die Bestandskraft der Patente bestätigt und die gegen ihre Eintragung gerichtete Beschwerde Microsofts damit zurück gewiesen. ]]> LHC stellt neuen Energierekord auf ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/LHC-stellt-neuen-Energierekord-auf-959678.html/from/rss09 LHC) zurückgemeldet: Am Freitagmorgen erzeugte die Anlage zwei Protonenstrahlen mit je 3,5 Tera-Elektronenvolt (TeV). Bislang lag der Rekord bei 1,18 TeV pro Strahl. Jetzt kann man mit den vorgesehenen Experimenten beginnen. Das nächste Ziel ist die Kollision zweier Strahlen mit 3,5 TeV. "Die Erzeugung der Strahlen bestätigt die Tragfähigkeit des Gesamtkonzepts des LHC und der Verbesserungen, die wir seit der Abschaltung im September 2008 vorgenommen haben", sagte Steve Myers, einer der Direktoren des CERN, wo das LHC betrieben wird. Zuletzt hatte eine in Zürich lebende Deutsche mit einer Verfassungsbeschwerde vergeblich versucht, die Experimente zu unterbinden. Sie fürchtet, dass dabei winzige schwarze Löcher entstehen, die die Erde zerstören. Mit dem neuen Rekord ist nur eine Etappe geschafft. Bis Ende 2011 soll das LHC mit maximal sieben Teraelektronenvolt Schwerpunktsenergie laufen. Danach will man in einer etwa ein Jahr lang dauernden Umbauphase die Verbindungen zwischen den supraleitenden Magneten austauschen. Erst dann wird der Beschleuniger mit den ursprünglich geplanten 14 TeV betrieben. Ziel ist es, mit der rund vier Milliarden Euro teuren Anlagen das sogenannte Standardmodell der Teilchenphysik zu erweitern, indem man unter anderem einen Nachweis des so genannten Higgs-Bosons erbringt. ]]> Workshops zur Android-Programmierung: Noch 10 Tage Frühbucherrabatt ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Workshops-zur-Android-Programmierung-Noch-10-Tage-Fruehbucherrabatt-957097.html/from/rss09 Konferenz-Website erhältlich. ]]> EU will "Anstiftung" zu Copyright-Verstößen international strafbar machen ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-will-Anstiftung-zu-Copyright-Verstoessen-international-strafbar-machen-959592.html/from/rss09 Vorstoß der EU zugespielt worden, wonach das Strafrecht im Rahmen des Anti-Piraterie-Abkommens ACTA deutlich verschärft werden soll. Brüssel plädiert demnach dafür, Strafvorschriften auch gegen die "Anstiftung und Beihilfe" zur Verletzung von Rechten an immateriellen Gütern "im gewerblichen Ausmaß" zu schaffen. Zumindest in Fällen von bewussten Verstößen gegen Rechte an Markenzeichen, Urheberrechten oder bei "Piraterie" verwandter Rechte sollen entsprechende Kriminalisierungen greifen. Entgegen wiederholter Beteuerungen der EU-Kommission würde ACTA mit dem Erfolg der EU-Initiative über den Bestand des Gemeinschaftsrechts hinausgehen. Die Brüsseler Behörde hatte 2006 zwar einen neuen Anlauf für eine Richtlinie auch zur besseren strafrechtlichen Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte gemacht und die "Anstiftungsklausel" darin mit aufgenommen. Das EU-Parlament forderte aber zunächst deutliche Einschränkungen des entsprechenden sogenannten IPRED2-Entwurfs und blockierte das Verfahren schließlich vor zwei Jahren. Der EU-Rat forderte im November in einer Entschließung (DOC-Datei) aber die Wiederaufnahme des Vorhabens, was seitdem auf EU-Ebene wieder kontrovers diskutiert wird. Die EU-Abgeordneten haben die Kommission aber jüngst aufgefordert, die ACTA-Verhandlungen auf das bestehende zivilrechtliche System zur Durchsetzung der Rechte an immateriellen Gütern zu begrenzen. Auch wenn sich neben dem EU-Parlament, der EU-Kommission, der Bundesregierung und der australischen Regierung inzwischen immer mehr Stimmen für Transparenz rund um das geplante Abkommen und das Ende der Geheimniskrämerei einsetzen, gibt sich die neuseeländische Regierung als Gastgeber der für April anberaumten nächsten Gesprächsrunde noch recht verschlossen. In Antworten auf Anfragen der Bürgerrechtsorganisation Tech Liberty wollten das Wirtschafts- und das Außenministerium nicht einmal den genauen Tagungsort in der Hauptstadt Wellington offenbaren. Die Delegationsmitglieder müssten vor "unangemessenem Druck oder Bedrohungen" geschützt werden, heißt es zur Begründung. Das Kabinett geht ferner davon aus, dass eine Umsetzung von ACTA ins nationale Recht nur geringfügige Änderungen erfordern würde. Ende vergangener Woche hatte US-Präsident Barack Obama ACTA prinzipiell unterstützt und damit Bedauern bei Bürgerrechtlern ausgelöst. "Wir werden unser geistiges Eigentum vehement verteidigen", sagte der Politiker der Demokraten auf einer Bankenkonferenz in Washington. Innovation und Kreativität seien die wichtigsten Güter der Amerikaner und Basis des Wohlstands. Es sei zwar zu begrüßen, "dass andere Leute unsere Technologien nutzen", dabei müsse aber sichergestellt sein, dass Lizenzen erworben und US-Firmen angemessen dafür bezahlt würden. Deswegen sei es wichtig, mit der ganzen Bandbreite vorhandener Mittel auf Basis bestehender Verträge gegen anderweitige Praktiken vorzugehen und neue Abkommen wie ACTA voran zu bringen. (Stefan Krempl) / ]]> Erste Beta von Ubuntu 10.04 mit neuem Look and Feel [Update] ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Erste-Beta-von-Ubuntu-10-04-mit-neuem-Look-and-Feel-Update-959430.html/from/rss09 Neue Optik für Ubuntu 10.04 Bilderstrecke, 3 Bilder Mit einem Tag Verspätung gegenüber der Roadmap haben die Ubuntu-Entwickler die erste Beta des kommenden Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx) freigegeben. Mit der ersten Beta liegt der Inhalt der Distribution im Wesentlichen fest: Kernel 2.6.32, glibc 2.11, X.org 7.5 mit dem X-Server 1.7, Gnome 2.30 Beta, KDE 4.4 (Kubuntu), Firefox 3.6, OpenOffice 3.2. Gimp ist allen Debatten zum Trotz rausgeflogen, ansonsten entspricht die Softwareausstattung weitgehend dem aktuellen Ubuntu 9.10. Die "User Experience" hingegen ist radikal verändert: Die Beta 1 zeigt bereits die neue Optik der Distribution. Die Live-CD bootet ohne Rückfrage und Einstellmöglichkeit durch bis zum Desktop und präsentiert erst dort einen Dialog, der die Einstellung der Sprache und die Entscheidung zwischen Live-Betrieb und Installation erlaubt. Der Desktop verwendet standardmäßig das Ambience-Theme mit seinen dunklen Menüs und links angeordneten Knöpfen zur Fensterkontrolle. Letztere haben bereits heftige Kritik in der Ubuntu-Community ausgelöst – so sehr, dass sich auch Ubuntu-Sponsor Mark Shuttleworth in die Debatte einschaltete. Ob sein Kommentar, Ubuntu sei keine Demokratie, in der Design-Entscheidungen per Mehrheitsvotum getroffen werden, die Wogen glätten kann, ist allerdings fraglich. [Update] Die Positionierung der Buttons lässt sich jedoch leicht ändern. Dazu öffnet man in dem Tool gconf-editor im Baum "apps" die Einstellungen für den Fenstermanager Metacity und ändert dort unter "General" das "button_layout" auf :maximize,minimize,close Damit befindet sich der Schließen-Knopf wieder wie gewohnt rechts außen (Minimieren und Maximieren sind gegenüber älteren Ubuntu-Versionen allerdings immer noch vertauscht). Die Änderung funktoniert auch aktivierten 3D-Effekten auf dem Desktop, da Compiz auch die Metacity-Einstellungen auswertet. [/Update] Wie bereits im Vorfeld angekündigt, ist als Startseite in Firefox nicht mehr die Google-, sondern die Yahoo-Suche voreingestellt. Der Hardware Abstraction Layer HAL wurde komplett entfernt, was das Booten – übrigens ebenfalls in ganz neuer Optik – beschleunigen soll. Für Nvidia-Grafikkarten wird der neue Open-Source-Treiber Nouveau verwendet, mehrere Versionen des proprietären Treibers lassen sich parallel installieren. Schlechte Nachrichten hingegen für AMD-Grafik: Der proprietäre Treiber fglrx, der bei neueren Karten zur Nutzung der hardwarebeschleunigten 3D-Grafik erforderlich ist, funktioniert nicht mit dem X-Server 1.7. [Update] Allerdings existiert bereits an angepasster fglrx-Treiber, der es bis zur endgültigen Version vbon Ubuntu 10.04 wohl noch in die Repositories schaffen dürfte. [/Update] Eine Reihe weiterer bereits bekannter Bugs listet die Überblicksseite zur Beta 1. Ubuntu 10.04 ist eine LTS-Version, für die Hersteller Canonical drei (Desktop) beziehungsweise fünf Jahre (Server) Support bietet. Die fertige Version soll am 29. April erscheinen. Die Beta 1 steht in verschiedenen Varianten zum Download. bereit ]]> Bericht: Google macht chinesische Suchmaschine im April dicht ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-Google-macht-chinesische-Suchmaschine-im-April-dicht-959551.html/from/rss09 Google schaltet einem Zeitungsbericht zufolge seine chinesische Suchmaschine möglicherweise schon im April ab. Die Entscheidung solle an diesem Montag verkündet werden. Das sagte ein namentlich nicht genannter chinesischer Google-Mitarbeiter der Zeitung China Business News vom Freitag. Das Blatt beruft sich dabei auch auf Mitarbeiter eines mit Google zusammenarbeitenden Werbeunternehmens. Der Rückzug aus dem chinesischen Markt sei für den 10. April geplant. Vergangene Woche hatte die Regierung in Peking Google vor "Konsequenzen" gewarnt, sollte das Unternehmen die Zensur von Suchergebnissen stoppen. Der US-Konzern verstoße gegen chinesische Gesetze, falls er die Ergebnisse seiner chinesischen Suchmaschine nicht mehr selbst zensiere, hieß es. Die chinesischen Behörden verlangen, dass aus ihrer Sicht politisch heikle Suchergebnisse – zum Beispiel zu Tibet oder zur blutigen Niederschlagung der Studentenproteste am Platz des Himmlischen Friedens – herausgefiltert werden. Google hatte seine Haltung zu der von Peking verordneten Zensur nach dem massiven Hackerangriff auf sein Email-System Gmail Ende vergangenen Jahres überdacht. Das Unternehmen beharrt nun auf seinem neuen Kurs, weltweit entschiedener gegen Zensur vorgehen zu wollen. Google-Vizepräsident David Drummond sagte, immer mehr Länder bedrohten die freie Meinungsäußerung im Internet. Aber auch wenn die chinesische Suchmaschine google.cn geschlossen werden sollte, will der Internetriese offenbar seine anderen Geschäfte in China weiter verfolgen. Ein kompletter Rückzug aus China sei nicht geplant, berichtete das Wall Street Journal kürzlich.     (dpa) / ]]> Bitkom sieht Klärungsbedarf bei Elena-Daten ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Bitkom-sieht-Klaerungsbedarf-bei-Elena-Daten-959398.html/from/rss09 Bitkom fordert die Bundesregierung auf, am beschlossenen Fahrplan zur Einführung des umstrittenen "elektronischen Entgeltnachweises" ("Elena") festzuhalten, mahnt gleichzeitig aber "Klärungsbedarf hinsichtlich der zu erfassenden Daten" an. Die zentrale Erfassung von Daten zu Einkommen, Arbeitszeiten und steuerlichen Freibeträgen habe viele Vorteile, teilte der Verband am Freitag in Berlin mit. Allerdings solle die Regierung mit der Kritik an Elena konstruktiv umgehen, "um dieses wichtige Projekt nicht zu gefährden", erklärte Verbandspräsident August-Wilhelm Scheer. "In Elena sollten nur arbeitsrechtlich unbedenkliche Informationen erfasst werden", unterstrich Scheer. Angaben über das Verhalten von Arbeitnehmern, etwa Abmahnungen, Kündigungsgründe, die Teilnahme an Streiks oder eine Mitarbeit im Betriebsrat, hätten in der Datenbank nichts verloren. Der Bitkom-Präsident plädiert dafür, die Datenschutz-Debatte um Elena sachlich zu führen. Gegen die Datensammlung regt sich Widerstand. Neben Datenschützern ist auch die Regierungspartei FDP strikt gegen die Praxis, Arbeitnehmerdaten auf Vorrat zu speichern. Die Grünen hatten sich im Bundestag vergebens dafür stark gemacht, Elena trotz Korrekturen der Bundesregierung erst einmal auszusetzen. Seit dem vergangenen Montag läuft zudem eine "Mitmach-Verfassungsbeschwerde" gegen Elena. Am Freitag nähert sich die Teilnehmerzahl nach Angaben der Initiatoren der 20.000er-Marke. Mit Elena will die Bundesregierung den Papierkram bei Behördenvorgängen reduzieren, etwa bei Anträgen auf Arbeitslosengeld, Wohngeld oder Elterngeld. Relevante Daten können die Ämter dann aus der zentralen Datenbank bei der Deutschen Rentenversicherung beziehen. Bereits seit Anfang des Jahres müssen deutsche Arbeitgeber Daten ihrer Mitarbeiter verschlüsselt an Elena übermitteln. ]]> Abwehr von Abofallen-Forderungen muss erstattet werden ihttp://www.heise.de/newsticker/meldung/Abwehr-von-Abofallen-Forderungen-muss-erstattet-werden-959390.html/from/rss09 weiteres Gericht folgt der Auffassung, dass die Abwehr der Geldforderungen von Abofallen-Betreibern erstattungsfähig ist. Nach einem Urteil des Amtsgerichts (AG) Marburg (AZ. 91 C 981/09, PDF) vom 8. Februar 2010 muss Inkasso-Anwalt Olaf Tank Kosten in Höhe von 46,31 Euro erstatten, die durch die Einschaltung eines Rechtsanwalts wegen seiner Forderungen für die Abofalle opendownload.de enstanden sind. Der Marburger Richter wirft Tank in der Urteilsbegründung vor, er hätte "als Rechtsanwalt und Organ der Rechtspflege" erkennen müssen, "dass er eine offensichtliche Nichtforderung geltend macht." Und dies sei "Beihilfe zu einem versuchten Betrug", erklärte der Richter in konkretem Bezug auf ein ähnliches Urteil des AG Karlsruhe gegen Rechtsanwältin Katja Günther aus dem vergangenen Jahr. Dem Argument, dass der klagende Internetnutzer bei der Eingabe seiner persönlichen Daten erhöhte Sorgfalt hätte walten lassen müssen, vermochte der Richter nicht zu folgen: "Alle billig und gerecht denkenden Menschen würden zweifelsfrei von einer Täuschung ausgehen, wenn bei einem Produkt in einem Supermarkt auf der Rückseite der Vermerk stehen würde, dass man mit dem Kauf dieses Produkts gleichzeitig andere kostspielige Produkte erworben hat." Ansonsten könne jeder "beim Kauf eines Pfund Kaffees auf der Rückseite der Verpackung verpflichtet werden, noch einen Pkw zum Kaufpreis von über 10.000 Euro abzunehmen." Auch zum von der Verteidigung vorgebrachten angeblichen Mehrwert, den die Software-Beschreibungen auf opendownload.de bringen sollen und der den Abopreis rechtfertigen soll, nannte der Richter einen plastischen Vergleich: "Die kurze Produktbeschreibung kostenloser Software und eine redaktionelle Bewertung, die weit überwiegend positiv ist, kann nicht als adäquate Gegenleistung für den Abonnementpreis angesehen werden. So ist es vergleichsweise auch kein Mehrwert, wenn ein Autoverkäufer einem Kunden erzählt, er könne mit einem Pkw auch auf Straßen fahren." ]]>